Adaptogene Achtsamkeit für das Herz

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Jerry Morris – 99

Wir berichteten schon früher über die Entdeckung von Professor Jerry Morris: die Beziehung zwischen Gesundheit und körperlicher Aktivität. Er untersuchte dazu vor über einem halben Jahrhundert den Zusammenhang zwischen Herzkrankheiten und Bewegung bei Busfahrern und Schaffnern in Londener Bussen.1

Siehe hierzu auch unseren früheren Blog:

Action man – Unternehmer/innen der eigenen Gesundheit

Morris starb kurz vor seinem hundertsten Geburtstag. Möge dieser große Mensch in Frieden leben, neben den anderen großen Geistern, die halfen, unser Leben so lebenswert machen.

Was dem Herzen schadet

Was durch Sesshaftigkeit dem Körper schadet, zeigt die Abbildung. Herz, Lunge, Gehirn usw. Folgen sind auch vermehrter Stress und Beschleunigung des Alterns.

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Forscher empfehlen, alle 15 Minuten aufzustehen und sich etwas zu bewegen. Was kann derjenige machen, der im Auto fahren muss? Oder dessen Arbeit ein Stehen nicht möglich macht. In einigen Supermärkten sehen wir, überwiegend Frauen an den Kassen. Wenn sie nur dieser Arbeit nachgehen: danke für den frühen Tod. Sitzungen gibt es nur im Sitzen. In der EU in Brüssel oder in den Parlamenten ist es noch nicht angekommen. Wer sitzt, verkürzt seine Telomere.2

„Telomere sind gleichsam die Schutzkappen unseres Erbguts. Sie liegen an den Enden der Chromosomen und werden mit jeder Zellteilung verkürzt. Sind sie zu kurz, hört die Zelle auf, sich zu teilen oder stirbt ab. Das Enzym Telomerase kann der Verkürzung entgegen arbeiten, indem es die Telomere erneuert.“ 3

Das Dumme an der Sache ist: auch wer sich nach dem Sitzen bewegt, Jogging macht, usw., kann die Nachteile des Sitzens nicht mehr ausgleichen. Während des Sitzens spielen sich im Körper, bis hin zu den Zellen, Prozesse ab, deren Folgen sich nicht mehr rückgängig machen lassen. Auch die Bildung neuer Zellen im Gehirn (Neurogenese) leidet. Bei älteren Menschen, vor allem Frauen, baut sich die Muskelmasse ab, die Anfälligkeit für Stürze steigt, das Körpergewicht nimmt zu, das Herz leidet immer mehr, usw.4

Bewegung ist jedoch absolut wichtig, nicht zuletzt um sein Gehirn und sein Herz in gutem Zustand zu halten. Muskelschwund kommt dazu. Die Fitness des Herzens und des Gehirns sind hochgradig verknüpft. Und beides ist direkt abhängig von körperlicher Fitness.5 Ein ein gesundes Gehirn verlangt nach einem gesunden Körper – und umgekehrt. Mind und Body wirken zusammen. Der Körper speichert alles, leider auch das, was ihm schadet. Das beginnt früh im Leben. Bewegungsmangel erzeugt Stress im Körper und umgekehrt. 6

Morris hat das früh gesehen, heute wird es neu entdeckt. Zahlreiche Untersuchungen belegen: die körperliche und geistige Leistungsfähigkeit wird erst in einem sehr hohen Alter (90 +) eingeschränkt, wenn es jemand gelingt, seinen Körper und Geist als Freund zu betrachten, ihn zu achten, was überhaupt nicht bedeutet, ganz im Gegenteil, sie in einen Ruhezustand zu halten.

Dazu bedarf es jedoch körperlicher Energie.

Alle diese das gesunde Altern verkürzenden Lebensgewohnheiten lassen sich aufhalten, wenn nicht umkehren (Altern verlangsamen, erfolgreiches Altern, Anti-Aging).

Wer viel Geld hat, seine Krankenkasse überzeugen kann (Kosten 160,000 Euro) und warten kann: auf ihn wartet ein künstliches Herz, entwickelt von der französischen Firma Carmat. Der Robotermensch sieht jung aus, das Ersatzherz zielt jedoch auf Menschen, deren Herz kurz vor dem Kollaps steht, nach Aussagen der Unternehmung.

Quelle: Carmat Systems
Helfen Adaptogene?

Es gibt natürlich genug, was man selbst machen kann um sein Herz in guter Tüchtigkeit zu halten. Wie spielen in diesen Prozessen die Adaptogene mit? Mehrfach. Wir nennen nur zwei Wirkungsströme. Stress und Vitalität (Energie).

Chronischer Stress ist ein Killer. Er schwächt unsere Abwehrmechanismen und beschleunigt dadurch vorzeitiges Altern. Stress stört die Hormonbildung im Körper. Dauerstress oder chronischer Stress bis hin zu Burnout hält etwa die Produktion von Cortisol auf einem schädlichen Niveau. Der Blutdruck steigt, das Herz leidet. Irgendwann game over.

Adaptogene sind Stressbekämpfer, bis heute die wirkungsvollsten, welche uns die Evolution vermacht hat. Sie leisten viel, etwa die Harmonisierung der Hormone. Zuviel Cortisol schadet dem Herz. Zuviel Cortisol ist ein Ergebnis von Dauerstress. Das Ergebnis zeigt sich überall, auch im Bluthochdruck. Das Schlimme ist: man merkt es kaum.

Immer geht es darum, den Körper, seine Organe und Zellen darin zu unterstützen, ihr normales, gesundes Leben weiterzuführen, und bei Störungen, die immer vorkommen, etwa Streß oder zuviel Sitzen den Körper in eine Balance zurückzuführen.

Die Verarbeitung von Stress erfolgt durch die Hypothalamus-Hypophysen-Nebennierenachse (HPAAchse). Diese Achse ist für die Hormonproduktion zuständig Sie wird auch als die Achse des Streß bezeichnet. Die Adaptogenforscher haben schon lange aufgezeigt, wie Adaptogene diese Achse normalisieren.

Wer googelt, findet schnell weitere Information hierzu, die wir an dieser Stelle nicht benennen können. Haben wir Stress, wird die Achse aktiviert, bei zuviel Stress, leidet ihr Funktionieren.

Adaptogene sind jedoch vielfältig aktiv. Sie verfügen über zahlreiche Wirkstoffe. Es sind keine Arzneien und sie wirken nicht wie Arzneien. Die große Vielfalt bioaktiver Wirkstoffe, die auch noch synergetisch zusammenwirken („Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile“), erlaubt dem Körper sich auf die Herausforderungen des modernen Lebens anzupassen und der sog. Seneszenz, wie die Wissenschaft das körperliche Altern bezeichnet, entgegenzuwirken.

Wichtig ist: Abbau von Leistungsfähigkeit ist keine Sache des Alters. Bereits Kinder leiden, und zunehmend. Die körperliche Fitness der Kinder sinkt weltweit. Herzkreislauferkrankungen in höherem Alter werden daher zunehmen.7 Eine Untersuchung an britischen Kindern weist eine Zunahme des Ruhepulses, ein Gradmesser für die Fitness, in den vergangenen dreißig Jahren nach. Die Forscher befürchten als Folge eine Zunahme von Diabetes und Herz-Kreislauf-Erkrankungen.8 (Peters u.a., 2013).

Viele Adaptogene unterstützen das Herz. Alle „Ginsengs“, insbesondere Notoginseng und Panax Ginseng.9 Auch Rhodiola ist hilfreich. Ashwagandha gleichfalls. Shilazit erzeugt eine Fülle von Wirkungen, unter anderem hilft es dem Herz. Wer kennt es, wer nimmt es?

Des Weiteren braucht der Körper Energie. Wer ausgelaugt und müde ist, kann wenig unternehmen. Die oben genannten Adaptogene sind auch Energieerzeuger und weitaus wirkungskräftiger, als einen Kaffee oder Energiedrink zu trinken. Und Wein trinken ohne Bewegung bringt für die Gesundheit ohnehin wenig. 10 Wer ein Adaptogen nimmt, spürt bald, wie sein Körper an Energie gewinnt, sexuelle eingeschlossen.

Und auch Emotionen sind Energiespender oder -vernichter. Sind sie negativ, rauben sie Energie und machen die Organe krank. Wut macht die Leber krank und Angst und Schreck die Niere. Wenn Adaptogene den Organen helfen, verbessern sie auch unsere Gefühlswelt.

Sie wirken zudem auch ganzheitlich, da sie viele Wirkungsfelder im Körper abdecken. Dies macht einen großen Teil ihrer Gesundheitswirkungen aus. Denn die Teile/Organe des Körpers altern unterschiedlich.11 Die biologische Uhr im Herzen läuft anders als in der Leber oder im Gehirn. Herz ist schön und gut. Aber wenn es ein anderes Organ früher trifft oder das Gehirn noch früher in seiner Funktionstüchtigkeit abbaut? Wir brauchen also Wirkstoffe, die vielschichtig wirken, vieles im Körper in guter Verfassung halten. Adaptogene sind dafür da.

Für alles gilt die alte Weisheit für den Erhalt unserer Gesundheit: „Es gibt nichts Gutes, ausser man tut es.“ Oder ein Spruch aus dem alten China: „Ein Weg kommt zustande, in dem man ihn geht.“ Johann Wolfgang Goethe sagte: „Es ist nicht genug, zu wissen, man muß es auch anwenden. Es ist nicht genug zu wollen, man muß es auch tun.“

1 Paffenbarger, Ralph S., Blair, Steven N. und Lee, I-Min (2001): A history of physical activity, cardiovascular health and longevity: the scientific contributions of Jeremy N. Morris, DSc, DPH, FRCP, International Journal of Epidemiology, Band 30, S. 1184-1192.
2 Verkürzung der Telomere durch sitzen.
3 Was sind Telomere.
4 Batsis JA, Mackenzie TA, Barre LK, Lopez-Jimenez F, Bartels SJ. Sarcopenia, sarcopenic obesity and mortality in older adults: results from the National Health and Nutrition Examination Survey III. Eur J Clin Nutr. 2014 Jun 25.
5 Linda Douw u.a., A healthy brain in a healthy body: brain networkcorrelates of physical and mental fitness, Plos Online, Februar 2014.
6 Ketelhut, RG, Akman, Ö. & Ketelhut, S. (2011): Blutdruck undHerzfrequenz in Ruhe und bei Belastung bei Kindern im Einschulungsalter, Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, Jg. 62,Nr. 2, S. 32-35.
7 Herz-Kreislauf-Fitness: Kinder werden immer langsamer.
8 Helen Peters, u.a. (2013): Trends in resting pulse rates in 9-11 year-old children in the UK 1980-2008, Archives of Disease in Childhood, doi: 10.1136/archdischild-2013-304699; Mathias Ried-Larsen, u.a. (2014): Associations between objectively measured physical activity in childhood prospective observations from the European Youth Heart Study, Br J Sports Med, 48: 1502-1507.
9 J. Ginseng Research, 38 (2014).
10 CLINICAL STUDY: A pilot randomized trial comparing long-term effects of red and white wines on biomarkers of atherosclerosis.
11 Scientists Discover Parts of Our Bodies Age at Different Rates.

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