Eleuthero- Ein frühes Adaptogen

Eingetragen: von admin unter Allgemeines.

Sibirischer Ginseng: Eleuthero

Ginseng ist das meisterforschte und genutzte Adaptogen. Wir kennen es als asiatischen Ginseng (weiß und rot) und nordamerikanischen Ginseng. Eine Heilpflanze mit vergleichbaren Wirkungen ist der „sibirische Ginseng“. Er weist auch viele Gemeinsamkeiten mit Rhodiola auf. Die frühen Untersuchungen zu Eleuthero kommen aus der ehemaligen Sowjetunion. Die damaligen Forscher waren auch für die Schaffung des Begriffs Adaptogen verantwortlich. Sie stellten fest: Es gibt eine Gruppe von Pflanzen und Vitalpilzen, die sich hinsichtlich ihrer Wirkungskraft beträchtlich von anderen Pflanzen und Pilzen unterscheiden.

Adaptogene sind seltene Pflanzen und Pilze mit ungewöhnlichen Eigenschaften. Es gibt nur wenig mehr als 20. Adaptogene sind Multitalente, nicht spezialisiert auf bestimmte Körperfunktionen. Sie sind keine Arzneimittel!

Professor Schilcher schreibt „Nur wenige [Pflanzen und Pilze] schaffen es in diese Kategorie. Die Wissenschaft hat diese Eigenschaften in den vergangenen Jahren immer besser nachweisen können. Sie brauchen keine spezifischen Wirkungen, um die Wirkung von Adaptogenen zu schätzen.“

Was Prof. Schilcher schreibt, ist genau das, was russische Forscher erkundet haben, als sie sich mit Eleuthero intensiver beschäftigten. Wir betonen Russland, in China wird Eleuthero bereits seit 2000 Jahren verwendet.

Eleuthero wird seit altersher in Sibirien (Taiga; daher Taigawurzel genannt) als Pflanze für die Ertüchtigung des Körpers einschließlich des Gehirns vewendet. Die Wurzel fiel aber nicht weiter auf, weil es den asiatischen Ginseng und Rhodiola gab, in ausreichend verfügbaren Mengen und zu günstigen Preisen. Vor einigen Jahrzehnten hat sich das grundsätzlich geändert. Rhodiola und Ginseng wurden knapp und teuer. Man suchte vergleichbar wirkungskräftige Naturpflanzen und stieß dann auf Eleuthero. Er wurde schnell in Russland populär. Ein Vorteil war neben seiner Wirkungsvielfalt das schnellere Wachstum im Vergleich zu Ginseng.

Die ersten wissenschaftlichen Beiträge stammen ausschließlich von russischen Autoren, der erste bereits im Jahr 1965. Alle frühen Artikel (rund 40) sind in russischer Sprache.

Der erste nicht-russische wurde von amerikanischen Forschern veröffentlicht1, parallel dazu ein Beitrag eines deutschen Autorenteam um H. Wagner, der sich auch später intensiv mit Adaptogenen beschäftigt hat.2 Beide Aufsätze aus dem Jahr 1982, 17 Jahre nach dem ersten russischen Beitrag.

Die Erkenntnisse über Eleutherocussus waren entscheidend, um zu erkennen, was adaptogene Pflanzen von anderen unterscheidet. Diese Definition bleibt bis heute anerkannt:

  • #1. Nicht-toxisch oder nicht schädlich, mit der Folge minimaler oder vernachlässigbarer Nebenwirkungen. Für Eleuthero mehrfach nachgewiesen. (Eine jüngere Zusammenfassung findet sich bei Yance, Adaptogens, 20139)

  • #2. Bewirkt eine nichtspezifische Antwort des Körpers: erhöht die Widerstandskraft gegen vielfältige Stressoren, seien sie physischer, chemischer, biologischer Natur. Das bedeutet auch, wie für Eleutherus nachgewiesen: Adaptogene stimulieren, aktivieren oder fördern eine Antwort des Körpers in multiple, nicht-spezischer Weise einschließlich des Aufbaus des Erhalts und einer Reserve adaptiver Energie. Dies wird bei Adaptogenen oft unterschätzt. Ich spüre keine Wirkung, taugt nichts, ich lasse es bleiben, setze es ab. Ergebnis: wenn neuer Stress kommt, kann der Körper nicht mehr wirkungsvoll antworten, weil ihm die Energie hierzu fehlt. Die Energie steckt auch in den Zellen, auch des Gehirns. Man nennt die Kraftwerke der Zellen Mitochondrien. Die Forschung entdeckte, daß Eleuthero die Mitochondrien vermehrte, also den Zellen, auch im Gehirn mehr Energie vermachte, damit dem Alternsprozess der Zellen entgegenwirken konnte.

In 90 Jahren alten Menschen, sind 95 Prozent der Energiekraftwerke beschädigt.“

Die Abbildung stammt von Al Sears, einem Arzt und Forscher des Anti-Aging aus Florida/USA.3 Sie zeigt deutlich, wie mit zunehmendem Alter die Zellenergie zurückgeht, mit allen Alternsfolgen für Körper und Gehirn.

Ein schwedisches Forscherteam konnte darüber hinaus nachweisen, wie Eleuthero die Botenstoffe in den Nervenzellen (genannt Neuropeptide) aktiviert und dadurch vielfältige Wirkungen auf die Gehirnaktivität und das Nervensystem ausübt. 4Die Peptide verbesserm aber auch die Stress- und Angstreaktion. Die Mehrheit der Deutschen hat Angst, wird berichtet.5 Was tun, wenn man auf die Umwelt (die Angst- und Stresserzeuger) nicht selbst einwirken kann?

  1. #3. Normalisierender Einfluß auf den Körper, unabhängig von der Ursache von Stress; dies wurde später als Förderung der „Homöostase“ (Gleichgewicht) bezeichnet. Homöostase ist das Streben nach Einhaltung eines Gleichgewichts, das für die Lebenserhaltung und der Funktion eines Organismus oder eines Organs notwendig ist. Ein Beispiel ist der Blutdruck. Wird er zu hoch oder zu niedrig, gibt es Probleme.

Die Wirkung von Adaptogenen in diesem Feld macht konventionell praktizierenden Pflanzenkundlern bis heute Probleme. Denn Gleichgewicht erhalten meint, eine doppelte Wirkung: ist der Körper überfordert, wird er herunterreguliert (etwa Blutdruck), ist er unterfordert, bewirkt das Adaptogen eine Stimulierung, um ihn auf das Normalniveau zurückzuführen.

Diese drei Eigenschaften sind ganz selten in der Natur nachweisbar.

Insbesondere Israel Brekhman, der zusammen mit Nikolai Lazarew, den Begriff Adaptogen aufgrund seiner Forschungserkenntnisse prägte, hat sich mit Eleuthero beschäftigt. In Russland (damals Sovjetunion) suchte man eine Pflanze, welche die Leistungsfähigkeit von Sportlern, Schachspielern, Soldaten und anderen Stressgeplagten signifikant steigerte. Brekhman untersuchte zunächst PanaxGinseng (Artikel hierzu im Jahr 1954, in russischer Sprache, auch in späteren Jahren weitere Artikel zu Ginseng). Ginseng wuchs nicht in Russland und war zu teuer. Er stieß dann auf Eleuthero. 1960 die erste Veröffentlichung hierzu. Für ihn und ihm folgende Forscher war Eleuthero mindestens so wirksam wie der asiatische Ginseng. Die wissenschaftliche Forschung hierzu nimmt immer mehr Fahrt auf, erst 1969 ein Beitrag in englischer Sprache. Im gleichen Jahr vergleicht Brekhman Ginseng und Eleuthero. Er erfüllte sämtliche Kriterien, durch die sich eine Pflanze auszeichnen mußte, um sie zu einem Adaptogen zu machen.

Adaptogene, wir betonen es noch einmal, sind keine „Arzneipflanzen“. Dies ist eine Konstruktion der westlichen Medizin. In der indischen Ayurveda spricht man daher besser von „konzentrierter Nahrung“. Menschen entdeckten Eleuthero in Sibirien, weil Tiere, die sie aßen, die Kälte gut überstehen konnten, ähnlich dem Cordyceps im tibetanischen Hochland, den die dortigen Rinder (Yaks) verzehrten.

Die russischen Forscher führten Hunderte von klinischen Untersuchungen durch. Die Untersuchungen maßen die adaptogene Antwort auf Stressoren wie Kälte, Hitze, Lärm, Bewegung, Arbeitsbelastung und sportliches Aktivsein. Sie untersuchten auch die Verbesserungen beim Hören, geistige Aufmerksamkeit, Arbeitsproduktivität, die Qualität der Arbeit unter stressvollen Bedingungen. Die Untersuchungen zeigten positive Ergebnisse und fast keine negativen Nebenwirkungen (Farnsworth faßte 1985 die Ergebnisse zusammen).6 Man fand heraus: Eleuthero ist eine Pflanze mit adaptogenen, stimulierenden und immunmodulierenden Eigenschaften.

Die frühen russischen Forschungserkenntnisse motivierten zu weiteren Untersuchungen (zusammengefaßt in Winston & Maimes, 2007, Adaptogens und Yance, 2013, Adaptogens), in Russland vor allem an der arbeitenden Bevölkerung durchgeführt, die starkem Berufsstress ausgesetzt war.

Die Erkenntnisse aus Russland gingen um die ganze Welt (ausgenommen Ostasien, da dort die Pflanze schon immer in Gebrauch war). Als Beispiel die USA. Dort wird Eleuthero für vergleichbare Einsatzfelder empfohlen, auch die Energiewirkung auf die Zellen ist angesprochen. 7

Vance nennt zwanzig Einsatzfelder (wir können hier nur eingeschränkt darüber berichten).

Was für Menschen nachgewiesen wurde, gilt auch für Tiere (Pferde, Hunde, Katzen).

Das Sicherheitsprofil von Eleuthero (nach Vance, Adaptogens)8

Eleuthero wird gut toleriert und ist frei von Nebenwirkungen. Es kann für eine lange Zeit eingenommen werden.

In jüngerer Zeit verlagert sich die Forschung in den ostasiatischen Raum, vor allem China und Korea. So hat sich eine koreanische Forschergruppe mit den Inhaltsstoffen von Eleuthero, insbesondere den Saponinen beschäftigt. „Eleuthero oder sibirischer Ginseng ist eine hochgeschätzte Pflanze, die zur Familie der Araliaceae gehört. Eleuthero produziert eine reichhaltige Vielzahl von Saponinen.“ 9 Aber auch Forscher aus Schweden haben wertvolle Forschungsresultate vorgestellt, insbesondere Panossian.10 Panossian und Kollegen haben Eleuthero auch hinsichtlich seiner adaptogenen Wirkungen mit Rhodiola und Ginseng verglichen. Alle drei wurden hoch eingeschätzt.

Die Wirkkraft zwischen diesen drei Adaptogen überlagert sich in bedeutender Weise. Die frühen russischen Vermutungen, Eleuthero als „billigerer Ersatz“ für Rhodiola und Eleuthero zu verwenden, konnten sich weitgehend bestätigen.

Auch die Auswertung der jüngeren Forschung in Winston & Maimes und durch Vance, belegen diese Interpretation.

Alle Adaptogene helfen dem Immunsystem. Zu Eleuthero wird aber auch gesagt (Winston & Maimes, Adaptogens): „Eleuthero ist besonders für ein alterndes Immunsystem von Nutzen.“

Der Gebrauch von Eleutherococus wurde in der Russischen Volksmedizin nicht besonders beachtet aber bereits im Jahr 1976 wurde geschätzt: mehr als drei Millionen Menschen in Russland nutzten den Extrakt regelmäßig.

Zusammengefaßt: Wer ein wirksames Adaptogen zu günstigeren Preisen als Rhodiola und Ginseng wünscht, sollte es einmal mit Eleuthero versuchen. Auch die Kombination dieser Drei ist sehr wirksam, da die biologischen Wirkstoffe unterschiedlich sind und daher Synergiewirkungen eintreten können.

Sibirischer Ginseng: Eleuthero

Ginseng ist das meisterforschte und genutzte Adaptogen. Wir kennen es als asiatischen Ginseng (weiß und rot) und nordamerikanischen Ginseng. Eine Heilpflanze mit vergleichbaren Wirkungen ist der „sibirische Ginseng“. Er weist auch viele Gemeinsamkeiten mit Rhodiola auf. Die frühen Untersuchungen zu Eleuthero kommen aus der ehemaligen Sowjetunion. Die damaligen Forscher waren auch für die Schaffung des Begriffs Adaptogen verantwortlich. Sie stellten fest: Es gibt eine Gruppe von Pflanzen und Vitalpilzen, die sich hinsichtlich ihrer Wirkungskraft beträchtlich von anderen Pflanzen und Pilzen unterscheiden.

Adaptogene sind seltene Pflanzen und Pilze mit ungewöhnlichen Eigenschaften. Es gibt nur wenig mehr als 20. Adaptogene sind Multitalente, nicht spezialisiert auf bestimmte Körperfunktionen. Sie sind keine Arzneimittel!

Professor Schilcher schreibt „Nur wenige [Pflanzen und Pilze] schaffen es in diese Kategorie. Die Wissenschaft hat diese Eigenschaften in den vergangenen Jahren immer besser nachweisen können. Sie brauchen keine spezifischen Wirkungen, um die Wirkung von Adaptogenen zu schätzen.“

Was Prof. Schilcher schreibt, ist genau das, was russische Forscher erkundet haben, als sie sich mit Eleuthero intensiver beschäftigten. Wir betonen Russland, in China wird Eleuthero bereits seit 2000 Jahren verwendet.

Eleuthero wird seit altersher in Sibirien (Taiga; daher Taigawurzel genannt) als Pflanze für die Ertüchtigung des Körpers einschließlich des Gehirns vewendet. Die Wurzel fiel aber nicht weiter auf, weil es den asiatischen Ginseng und Rhodiola gab, in ausreichend verfügbaren Mengen und zu günstigen Preisen. Vor einigen Jahrzehnten hat sich das grundsätzlich geändert. Rhodiola und Ginseng wurden knapp und teuer. Man suchte vergleichbar wirkungskräftige Naturpflanzen und stieß dann auf Eleuthero. Er wurde schnell in Russland populär. Ein Vorteil war neben seiner Wirkungsvielfalt das schnellere Wachstum im Vergleich zu Ginseng.

Die ersten wissenschaftlichen Beiträge stammen ausschließlich von russischen Autoren, der erste bereits im Jahr 1965. Alle frühen Artikel (rund 40) sind in russischer Sprache.

Der erste nicht-russische wurde von amerikanischen Forschern veröffentlicht1, parallel dazu ein Beitrag eines deutschen Autorenteam um H. Wagner, der sich auch später intensiv mit Adaptogenen beschäftigt hat.2 Beide Aufsätze aus dem Jahr 1982, 17 Jahre nach dem ersten russischen Beitrag.

Die Erkenntnisse über Eleutherocussus waren entscheidend, um zu erkennen, was adaptogene Pflanzen von anderen unterscheidet. Diese Definition bleibt bis heute anerkannt:

  • #1. Nicht-toxisch oder nicht schädlich, mit der Folge minimaler oder vernachlässigbarer Nebenwirkungen. Für Eleuthero mehrfach nachgewiesen. (Eine jüngere Zusammenfassung findet sich bei Yance, Adaptogens, 20139)

  • #2. Bewirkt eine nichtspezifische Antwort des Körpers: erhöht die Widerstandskraft gegen vielfältige Stressoren, seien sie physischer, chemischer, biologischer Natur. Das bedeutet auch, wie für Eleutherus nachgewiesen: Adaptogene stimulieren, aktivieren oder fördern eine Antwort des Körpers in multiple, nicht-spezischer Weise einschließlich des Aufbaus des Erhalts und einer Reserve adaptiver Energie. Dies wird bei Adaptogenen oft unterschätzt. Ich spüre keine Wirkung, taugt nichts, ich lasse es bleiben, setze es ab. Ergebnis: wenn neuer Stress kommt, kann der Körper nicht mehr wirkungsvoll antworten, weil ihm die Energie hierzu fehlt. Die Energie steckt auch in den Zellen, auch des Gehirns. Man nennt die Kraftwerke der Zellen Mitochondrien. Die Forschung entdeckte, daß Eleuthero die Mitochondrien vermehrte, also den Zellen, auch im Gehirn mehr Energie vermachte, damit dem Alternsprozess der Zellen entgegenwirken konnte.

In 90 Jahren alten Menschen, sind 95 Prozent der Energiekraftwerke beschädigt.“

Die Abbildung stammt von Al Sears, einem Arzt und Forscher des Anti-Aging aus Florida/USA.3 Sie zeigt deutlich, wie mit zunehmendem Alter die Zellenergie zurückgeht, mit allen Alternsfolgen für Körper und Gehirn.

Ein schwedisches Forscherteam konnte darüber hinaus nachweisen, wie Eleuthero die Botenstoffe in den Nervenzellen (genannt Neuropeptide) aktiviert und dadurch vielfältige Wirkungen auf die Gehirnaktivität und das Nervensystem ausübt. 4Die Peptide verbesserm aber auch die Stress- und Angstreaktion. Die Mehrheit der Deutschen hat Angst, wird berichtet.5 Was tun, wenn man auf die Umwelt (die Angst- und Stresserzeuger) nicht selbst einwirken kann?

  1. #3. Normalisierender Einfluß auf den Körper, unabhängig von der Ursache von Stress; dies wurde später als Förderung der „Homöostase“ (Gleichgewicht) bezeichnet. Homöostase ist das Streben nach Einhaltung eines Gleichgewichts, das für die Lebenserhaltung und der Funktion eines Organismus oder eines Organs notwendig ist. Ein Beispiel ist der Blutdruck. Wird er zu hoch oder zu niedrig, gibt es Probleme.

Die Wirkung von Adaptogenen in diesem Feld macht konventionell praktizierenden Pflanzenkundlern bis heute Probleme. Denn Gleichgewicht erhalten meint, eine doppelte Wirkung: ist der Körper überfordert, wird er herunterreguliert (etwa Blutdruck), ist er unterfordert, bewirkt das Adaptogen eine Stimulierung, um ihn auf das Normalniveau zurückzuführen.

Diese drei Eigenschaften sind ganz selten in der Natur nachweisbar.

Insbesondere Israel Brekhman, der zusammen mit Nikolai Lazarew, den Begriff Adaptogen aufgrund seiner Forschungserkenntnisse prägte, hat sich mit Eleuthero beschäftigt. In Russland (damals Sovjetunion) suchte man eine Pflanze, welche die Leistungsfähigkeit von Sportlern, Schachspielern, Soldaten und anderen Stressgeplagten signifikant steigerte. Brekhman untersuchte zunächst PanaxGinseng (Artikel hierzu im Jahr 1954, in russischer Sprache, auch in späteren Jahren weitere Artikel zu Ginseng). Ginseng wuchs nicht in Russland und war zu teuer. Er stieß dann auf Eleuthero. 1960 die erste Veröffentlichung hierzu. Für ihn und ihm folgende Forscher war Eleuthero mindestens so wirksam wie der asiatische Ginseng. Die wissenschaftliche Forschung hierzu nimmt immer mehr Fahrt auf, erst 1969 ein Beitrag in englischer Sprache. Im gleichen Jahr vergleicht Brekhman Ginseng und Eleuthero. Er erfüllte sämtliche Kriterien, durch die sich eine Pflanze auszeichnen mußte, um sie zu einem Adaptogen zu machen.

Adaptogene, wir betonen es noch einmal, sind keine „Arzneipflanzen“. Dies ist eine Konstruktion der westlichen Medizin. In der indischen Ayurveda spricht man daher besser von „konzentrierter Nahrung“. Menschen entdeckten Eleuthero in Sibirien, weil Tiere, die sie aßen, die Kälte gut überstehen konnten, ähnlich dem Cordyceps im tibetanischen Hochland, den die dortigen Rinder (Yaks) verzehrten.

Die russischen Forscher führten Hunderte von klinischen Untersuchungen durch. Die Untersuchungen maßen die adaptogene Antwort auf Stressoren wie Kälte, Hitze, Lärm, Bewegung, Arbeitsbelastung und sportliches Aktivsein. Sie untersuchten auch die Verbesserungen beim Hören, geistige Aufmerksamkeit, Arbeitsproduktivität, die Qualität der Arbeit unter stressvollen Bedingungen. Die Untersuchungen zeigten positive Ergebnisse und fast keine negativen Nebenwirkungen (Farnsworth faßte 1985 die Ergebnisse zusammen).6 Man fand heraus: Eleuthero ist eine Pflanze mit adaptogenen, stimulierenden und immunmodulierenden Eigenschaften.

Die frühen russischen Forschungserkenntnisse motivierten zu weiteren Untersuchungen (zusammengefaßt in Winston & Maimes, 2007, Adaptogens und Yance, 2013, Adaptogens), in Russland vor allem an der arbeitenden Bevölkerung durchgeführt, die starkem Berufsstress ausgesetzt war.

Die Erkenntnisse aus Russland gingen um die ganze Welt (ausgenommen Ostasien, da dort die Pflanze schon immer in Gebrauch war). Als Beispiel die USA. Dort wird Eleuthero für vergleichbare Einsatzfelder empfohlen, auch die Energiewirkung auf die Zellen ist angesprochen. 7

Vance nennt zwanzig Einsatzfelder (wir können hier nur eingeschränkt darüber berichten).

Was für Menschen nachgewiesen wurde, gilt auch für Tiere (Pferde, Hunde, Katzen).

Das Sicherheitsprofil von Eleuthero (nach Vance, Adaptogens)8

Eleuthero wird gut toleriert und ist frei von Nebenwirkungen. Es kann für eine lange Zeit eingenommen werden.

In jüngerer Zeit verlagert sich die Forschung in den ostasiatischen Raum, vor allem China und Korea. So hat sich eine koreanische Forschergruppe mit den Inhaltsstoffen von Eleuthero, insbesondere den Saponinen beschäftigt. „Eleuthero oder sibirischer Ginseng ist eine hochgeschätzte Pflanze, die zur Familie der Araliaceae gehört. Eleuthero produziert eine reichhaltige Vielzahl von Saponinen.“ 9 Aber auch Forscher aus Schweden haben wertvolle Forschungsresultate vorgestellt, insbesondere Panossian.10 Panossian und Kollegen haben Eleuthero auch hinsichtlich seiner adaptogenen Wirkungen mit Rhodiola und Ginseng verglichen. Alle drei wurden hoch eingeschätzt.

Die Wirkkraft zwischen diesen drei Adaptogen überlagert sich in bedeutender Weise. Die frühen russischen Vermutungen, Eleuthero als „billigerer Ersatz“ für Rhodiola und Eleuthero zu verwenden, konnten sich weitgehend bestätigen.

Auch die Auswertung der jüngeren Forschung in Winston & Maimes und durch Vance, belegen diese Interpretation.

Alle Adaptogene helfen dem Immunsystem. Zu Eleuthero wird aber auch gesagt (Winston & Maimes, Adaptogens): „Eleuthero ist besonders für ein alterndes Immunsystem von Nutzen.“

Der Gebrauch von Eleutherococus wurde in der Russischen Volksmedizin nicht besonders beachtet aber bereits im Jahr 1976 wurde geschätzt: mehr als drei Millionen Menschen in Russland nutzten den Extrakt regelmäßig.

Zusammengefaßt: Wer ein wirksames Adaptogen zu günstigeren Preisen als Rhodiola und Ginseng wünscht, sollte es einmal mit Eleuthero versuchen. Auch die Kombination dieser Drei ist sehr wirksam, da die biologischen Wirkstoffe unterschiedlich sind und daher Synergiewirkungen eintreten können.

3 Al Sears, The #1 energy secret of highly active people, Doctor’s house call, 11. September 2015.

4 Evaluation of molecular chaperons Hsp72 and neuropeptide Y as characteristic markers of adaptogenic activity of plant extracts, Phytomedicine. 2013 Nov 15;20(14):1323-9.

5 Spiegel Online- Umfrage: Die Mehrheit der deutschen hat Angst

6 Siberian ginseng : current status as an adaptogen, Economic and Medical Plant Research, 1985: 156-215.

7 Properties of Eluthero (Link musste entfernt werden)

8 Transcriptomic analysis of Siberian ginseng (Eleutherococcus senticosus) to discover genes involved in saponin biosynthesis.

BMC Genomics. 2015 Mar 14;16:180. Transcriptomic analysis of Siberian ginseng (Eleutherococcus senticosus) to discover genes involved in saponin biosynthesis.

9 Hwang HS, Lee H, Choi YE, Transcriptomic analysis of Siberian ginseng (Eleutherococcus senticosus) to discover genes involved in saponin biosynthesis. BMC Genomics. 2015 Mar 14;16:180.In Vitro Cell Dev Biol Anim.

Keine Kommentare

Keine Kommentare bislang.

Geben Sie ein Kommentar ab