Intermittierendes Fasten – für die Gesundheit

Eingetragen: von admin unter Allgemeines.

In einem früheren Blog sind wir ausführlicher darauf eingegangen.

Hier auch nochmal einen Hinweis darauf, wie man Intervall fastet. Gut beschrieben.

Heute ein kurzer Nachtrag auf Grund neuer wissenschaftlichen Untersuchungen.

Die Franzosen haben es gut formuliert, weil in ihrer Sprache Jeune jung heißt. Und das fast Identische jeûne bedeudet Fasten. Jeûne intermittent = jeune longtemps. Intermittierendes Fasten = lange jung.

Le Monde, 24. Juni 2015, Science & Medicine.

Der Artikel, geschrieben von Florence Rosier, stellt einen jüngst erschienen Aufsatz aus Cell Metabolism vor. Der Ko-Autor Valter Longo, Professor an der Universität Südkalifornien. Er leitet dort das Institut für Langlebigkeit. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit Kalorienreduktion. Seine jüngste Forschungserkenntniss: Wer teilzeitfastet lebt länger gesund, auch wenn sich seine absolute Lebensspanne nicht erhöhen mag. Aber statt 80 von allen möglichen Leiden geplagt zu werden, kann er viel länger gesund bleiben. Sein Forschungsziel ist uns vertraut: Molekulare Reaktionen finden, die den Widerstand gegen vielfältigen Stress erhöhen. Im Grunde das, was Adaptogene machen, insbesondere das Stresshormon Cortisol im Normalbereich halten. Gerät es ausser Kontrolle, sind die Schäden gewaltig (hierzu demnächst ein Blog).

Er hat festgestellt: wer seine Kalorienaufnahme durch Teilzeitfasten verringert – sei es einmal oder mehrmals in der Woche, kann seinen oxidativen Stress und seine Anfälligkeit für Entzündungen verringern. Folge: Weniger Diabetes, weniger Alzheimer, mehr gesunde Zellen. Dem Herzen geht es besser.Im Gehirn werden neue Zellen erzeugt, insbesondere im sog. Hippocampus (wir sind darauf bereits früher eingegangen). Insgesamt sinken die Erkrankungsrisiken bei zunehmendem Alter.

Die Fastenwirksamkeit steigt, wenn sie in Verbindung mit mehr Bewegung unternommen wird.

Die Abbildung erklärt sich nahezu von selbst. Yeast heißt Hefe, ein beliebtes Objekt wissenschaftlicher Untersuchungen. In der rechten Spalte Human (Mensch) sehen wir, wie Intervallfasten beim Menschen wirkt. In der Spalte davor (Maus) sind noch mehr Wirkungen des Intervallfastens angesprochen. Sie sind auch durch Erfahrungen belegt, jedoch medizinisch erst an Mäusen klinisch nachgewiesen.

Wer sich für den Originalbeitrag interessiert ist, findet ihn hier: A Periodic Diet that Mimics Fasting Promotes Multi-System Regeneration, Enhanced Cognitive Performance, and Healthspan.

Es gibt noch mehr Hinweise darauf wie fasten uns helfen kann. Longo und Kollegen bestätigen unsere früheren Überlegungen zur gesunden Langlebigkeit.

Ein weiterer Text, erschienen im Scientific American, unterstützt diese Sichtweise.

Mark Mattson, Toxic chemicals in fruits and vegetables it what gives them their health benefits, Scientific American, Volume 313, Issue 1, Juli 2015.

Intervallfasten in Verbindung mit „intensiver Bewegung“ (gemeint wohl Intentisätstraining) schützt das Gehirn vor Schäden, vermag die Produktion neuer Gehirnzellen zu fördern. Auch der Hippocampus wird angesprochen. Bestimmte Nahrungsmittel unterstützen diesen Vorgang, auch Adaptogene kommen zur Sprache.

Der durch Fasten und Bewegung erzeugte Stress ist bescheiden und nicht von langer Dauer, also nicht chronisch. Eine vorübergehende Steigerung der Produktion des Hormons Cortisol, dem Stresshormon, ist unschädlich. Adaptogene wie Rhodiola oder Astragalus helfen zudem, Cortisol in Schach zu halten. Sie liefern dem Körper die Energie, um Fasten, Bewegung und Stresskontrolle durchzuhalten.

Die von Mattson angeführten drei Faktoren:

* Fasten
* Gesund essen
* Konzentrierte Nahrung

Unterstützen unserer früheren Überlegungen und sind durch die Wissenschaft gut begründet.

Damit ist das Teilfastfasten im heutigen Blog noch nicht beendet.

Der amerikanischen Zulassungsbehörder für Medimante (FDA – Federal Drug Administration) liegen Vorschläge von Medizinern vor, Teilzeitfasten als Medikament für Krebskranke anzuerkennen. Die Forscher stützen sich auf die obige Untersuchung von Longo. „Forscher arbeiten daran, Intervallfasten als zusätzliche Krebsbehandlung anzuerkennen um die langfristigen Überlebensraten zu verbessern.“

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Researchers Work on Getting Intermittent Fasting FDA Approved as Adjunct Cancer Treatment to Improve Long-Term Survival Rates
Fitness.mercola.com
fasting.fr
Brandhorst S, Choi IY, Wei M, Cheng CW, Sedrakyan S, Navarrete G, Dubeau L, Yap LP, Park R, Vinciguerra M, Di Biase S, Mirzaei H, Mirisola MG, Childress P, Ji L, Groshen S, Penna F, Odetti P, Perin L, Conti PS, Ikeno Y, Kennedy BK, Cohen P, Morgan TE, Dorff TB, Longo VD. Cell Metab. 2015 Jun 17.

1 Kommentar

  1. Roland Kopp-Wichmann Says:

    Ich kann nur jeden ermutigen, das Intervallfasten ernsthaft auszuprobieren. Nach vielen Diäten habe ich vor einem Jahr damit angefangen.

    Jetzt ein Jahr später halte ich noch immer mein damals neu erworbenes Gewicht. Das ist mir mit keiner anderen Ernährungsweise gelungen.
    Hier habe ich meinen Erfahrungsbericht veröffentlicht: http://goo.gl/EbTZr0



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