Gesunde Lebensspanne bis in ein hohes Alter?

Eingetragen: von admin unter Allgemeines.

Wie kann ich gesund alt werden, meine gesunde(!!) Lebensspanne ausweiten?

Wer in die Anti-Aging- Diskussion einsteigt, findet viele Antworten.

Es gibt eigentlich nur eine grundlegende Möglichkeit, die jedem offen steht: Lebenswandel.

Zwei Dinge sind dabei zu beachten: man muss sich bewegen und man muss sich gesund ernähren

Wer viel sitzt, fängt Krankheiten ein. Wer einen Beruf hat, in dem er viel sitzen muss, er müsste innovativ werden, um so zu arbeiten, dass er viel im Stehen machen kann. Das Schlimme ist: Sesshaftigkeit kann man nicht durch Bewegung kompensieren. Es wirken hier unterschiedliche Mechanismen. Sesshaftigkeit vermeiden und Bewegung sind unverzichtbar. Siehe auch unseren Blog vom 20. Oktober des vergangenen Jahres. Im aktuellen Spiegel ist dieses Thema sogar der Leitartikel.

Das zweite neben Bewegung und Sesshaftigkeit ist Ernährung. Hier streiten sich die Gelehrten seit langem, was gesunde Ernährung ausmacht. Früher galt: Hände weg vom Fett. Heute beginnt sich, gestützt auf wissenschaftliche Erkenntnis, die Ansicht auszubreiten: Esse fetter, Butter ok, aber nicht zu viel. Olivenöl, Avocados, Nüsse sowieso nicht.

Schwierig wird es bei Getreide. Einige sagen: Hände weg. Andere sagen: wenn, dann nur Vollkornbrot. Schwierig umzusetzen.

Stimmt das?

Unsere Sichtweise, was immer man isst: auf jeden Fall konzentrierte Nahrung, sprich Heilkräuter und Pilze, wenn es geht mit adaptogenen Eigenschaften.

Wer Obiges verwirklichen kann und noch nicht sehr alt ist, hat eine gute Chance, auf medizinische Interventionen warten zu können, welche grundlegende therapeutische Möglichkeiten bieten.Gegenwärtig gibt es sie noch nicht.

An der Vorfront dieser Sichtweise steht der Molekularbiologe Aubrey de Grey. Er entwickelt über Stiftungen neue Methoden der Überwindung der Schäden des alternden Körpers.

Mit Michael Rae, der sich für eine kalorienreduzierte Ernährung einsetzt, hat er das Buch geschrieben: Niemals alt.

Aus einem kürzlichen Interview von ihm:

Frage: Was ist der Kerngedanke des Ending Aging“, Überwindung des Alterns?

Antwort de Grey: Wir beschäftigen uns in unseren Forschungsvorhaben nicht nur damit, das Altern zu verlangsamen. Wir wollen es umkehren. Wir wollen Menschen, die bereits im mittleren Alter oder älter sind, zur Wiederherstellung ihre körperlichen und geistigen Fitness zu verhelfen, sie zu einem jungen Erwachsenen zu machen.

Man mag nun einwenden: Eine hohe Lebensspanne ist doch durch meine Gene bestimmt. Was kann ich dann noch selbst machen? Die Forscher streiten seit ewig über den Einflute der Gene. Man sagt: Eine sehr hohe Lebensspanne ist abhängig vom Vorhandensein bestimmter Langlebigkeitsgene, die leider nicht jeder besitzt. Die Standardantwort: ungefähr 25 % der Lebensspanne in höherem Alter sind genetisch bedingt. 75 % haben wir selbst in der Hand.

Eine ganz neue Forschung sagt nun: wir haben keine Altersgene entdecken können. Es ist dein Lebenswandel, der dich krank macht und dein Leben verkürzt.

Unsere Untersuchung zeigt, daß man nicht das Glück haben muß, über eine bestimmte Genvariante zu verfügen um ein sehr alter Mensch zu werden. Wir haben kein Gen gefunden, daß uns daran hindern würde, ein superalter Mensch zu werden.

Was können wir daraus schließen. Jeder von uns geht auf einer Brücke des Lebens. Auf der anderen Seite der Brücke warten die neuen Therapien, von denen Aubrey de Grey spricht. Man muß nur über diese Brücke kommen. Wer vorher einknickt, chronische Krankheiten einfängt, der kommt nicht über diese Brücke des Lebens.

Auch wer an Zivilisationskrankheiten leidet, muss nicht verzweifeln. Bewegung kann man bei allen chronischen Erkrankungen machen. Es gilt nur anzufangen, Schritt für Schritt seine Ernährung und sein Bewegungsverhalten umzustellen und die Seßhaftigkeit einzuschränken.

Wir wissen auch seit langem: schlechte und zu viel Ernährung, läßt sich nicht durch Bewegung, Jogging, was immer man tut an körperlicher Aktivität, kompensieren.

Der Forscher Malhotra:

Wer Übergewicht hat, benötigt keine Bewegung, um Gewicht zu verlieren. Meine größte Sorge ist, daß man meint: man kann essen was man will, solange man sich körperlich bewegt. Das ist unwissenschaftlich und falsch.“

Quelle:

Malhotra A, Noakes T, Phinney S. Br J Sports Med. 2015 Apr 22. pii: bjsports-2015-094911. doi: 10.1136/bjsports-2015-094911. [Epub ahead of print] No abstract available.
PMID:25904145

Auf Bewegung zu verzichten, wäre dennoch nahezu frühes Sterben. Bewegung wirkt so vielfältig, etwa auf die Gesundheit des Herzens oder des Gehirns, dass sie unverzichtbar ist.

Jüngere Beispiele findet man etwa bei Jörg Römer:

Sport trotz Arthrose, Übergewicht und Co.: Fit sein kann jeder.

2 Kommentare

  1. Felix Says:

    Die neu gegründete Partei für Gesundheitsforschung möchte die SENS Forschung von Aubrey de Grey in Deutschland schneller voranbringen. Jeder kann dabei helfen, das Thema verstärkt in die Öffentlichkeit zu bringen, und somit seine Chance auf ein längeres gesundes Leben erhöhen.

  2. Bettina Says:

    Ich finde es durchaus nicht schwierig, Getreide wegzulassen oder wenn dann Vollkorn zu verwenden. Es gibt zahlreiche Getreidealternativen wie Buchweizen, Hirse, Amaranth, Quinoa usw. Beim Getreide ist einfach das Gluten sehr ungünstig. Daher sind dann Vollkorn Sorten ohne Gluten zu bevorzugen wie Reis. Und wer es noch besser machen möchte, lässt die Körner einweichen oder sogar ankeimen. Dann gibt es keine Probleme mehr. Ich esse schon seit Jahren nur in Ausnahmefällen Brot. Das ist aller nur eine Frage der Gewohnheit.



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