Eleuthero- Ein frühes Adaptogen

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Sibirischer Ginseng: Eleuthero

Ginseng ist das meisterforschte und genutzte Adaptogen. Wir kennen es als asiatischen Ginseng (weiß und rot) und nordamerikanischen Ginseng. Eine Heilpflanze mit vergleichbaren Wirkungen ist der „sibirische Ginseng“. Er weist auch viele Gemeinsamkeiten mit Rhodiola auf. Die frühen Untersuchungen zu Eleuthero kommen aus der ehemaligen Sowjetunion. Die damaligen Forscher waren auch für die Schaffung des Begriffs Adaptogen verantwortlich. Sie stellten fest: Es gibt eine Gruppe von Pflanzen und Vitalpilzen, die sich hinsichtlich ihrer Wirkungskraft beträchtlich von anderen Pflanzen und Pilzen unterscheiden.

Adaptogene sind seltene Pflanzen und Pilze mit ungewöhnlichen Eigenschaften. Es gibt nur wenig mehr als 20. Adaptogene sind Multitalente, nicht spezialisiert auf bestimmte Körperfunktionen. Sie sind keine Arzneimittel!

Professor Schilcher schreibt „Nur wenige [Pflanzen und Pilze] schaffen es in diese Kategorie. Die Wissenschaft hat diese Eigenschaften in den vergangenen Jahren immer besser nachweisen können. Sie brauchen keine spezifischen Wirkungen, um die Wirkung von Adaptogenen zu schätzen.“

Was Prof. Schilcher schreibt, ist genau das, was russische Forscher erkundet haben, als sie sich mit Eleuthero intensiver beschäftigten. Wir betonen Russland, in China wird Eleuthero bereits seit 2000 Jahren verwendet.

Eleuthero wird seit altersher in Sibirien (Taiga; daher Taigawurzel genannt) als Pflanze für die Ertüchtigung des Körpers einschließlich des Gehirns vewendet. Die Wurzel fiel aber nicht weiter auf, weil es den asiatischen Ginseng und Rhodiola gab, in ausreichend verfügbaren Mengen und zu günstigen Preisen. Vor einigen Jahrzehnten hat sich das grundsätzlich geändert. Rhodiola und Ginseng wurden knapp und teuer. Man suchte vergleichbar wirkungskräftige Naturpflanzen und stieß dann auf Eleuthero. Er wurde schnell in Russland populär. Ein Vorteil war neben seiner Wirkungsvielfalt das schnellere Wachstum im Vergleich zu Ginseng.

Die ersten wissenschaftlichen Beiträge stammen ausschließlich von russischen Autoren, der erste bereits im Jahr 1965. Alle frühen Artikel (rund 40) sind in russischer Sprache.

Der erste nicht-russische wurde von amerikanischen Forschern veröffentlicht1, parallel dazu ein Beitrag eines deutschen Autorenteam um H. Wagner, der sich auch später intensiv mit Adaptogenen beschäftigt hat.2 Beide Aufsätze aus dem Jahr 1982, 17 Jahre nach dem ersten russischen Beitrag.

Die Erkenntnisse über Eleutherocussus waren entscheidend, um zu erkennen, was adaptogene Pflanzen von anderen unterscheidet. Diese Definition bleibt bis heute anerkannt:

  • #1. Nicht-toxisch oder nicht schädlich, mit der Folge minimaler oder vernachlässigbarer Nebenwirkungen. Für Eleuthero mehrfach nachgewiesen. (Eine jüngere Zusammenfassung findet sich bei Yance, Adaptogens, 20139)

  • #2. Bewirkt eine nichtspezifische Antwort des Körpers: erhöht die Widerstandskraft gegen vielfältige Stressoren, seien sie physischer, chemischer, biologischer Natur. Das bedeutet auch, wie für Eleutherus nachgewiesen: Adaptogene stimulieren, aktivieren oder fördern eine Antwort des Körpers in multiple, nicht-spezischer Weise einschließlich des Aufbaus des Erhalts und einer Reserve adaptiver Energie. Dies wird bei Adaptogenen oft unterschätzt. Ich spüre keine Wirkung, taugt nichts, ich lasse es bleiben, setze es ab. Ergebnis: wenn neuer Stress kommt, kann der Körper nicht mehr wirkungsvoll antworten, weil ihm die Energie hierzu fehlt. Die Energie steckt auch in den Zellen, auch des Gehirns. Man nennt die Kraftwerke der Zellen Mitochondrien. Die Forschung entdeckte, daß Eleuthero die Mitochondrien vermehrte, also den Zellen, auch im Gehirn mehr Energie vermachte, damit dem Alternsprozess der Zellen entgegenwirken konnte.

In 90 Jahren alten Menschen, sind 95 Prozent der Energiekraftwerke beschädigt.“

Die Abbildung stammt von Al Sears, einem Arzt und Forscher des Anti-Aging aus Florida/USA.3 Sie zeigt deutlich, wie mit zunehmendem Alter die Zellenergie zurückgeht, mit allen Alternsfolgen für Körper und Gehirn.

Ein schwedisches Forscherteam konnte darüber hinaus nachweisen, wie Eleuthero die Botenstoffe in den Nervenzellen (genannt Neuropeptide) aktiviert und dadurch vielfältige Wirkungen auf die Gehirnaktivität und das Nervensystem ausübt. 4Die Peptide verbesserm aber auch die Stress- und Angstreaktion. Die Mehrheit der Deutschen hat Angst, wird berichtet.5 Was tun, wenn man auf die Umwelt (die Angst- und Stresserzeuger) nicht selbst einwirken kann?

  1. #3. Normalisierender Einfluß auf den Körper, unabhängig von der Ursache von Stress; dies wurde später als Förderung der „Homöostase“ (Gleichgewicht) bezeichnet. Homöostase ist das Streben nach Einhaltung eines Gleichgewichts, das für die Lebenserhaltung und der Funktion eines Organismus oder eines Organs notwendig ist. Ein Beispiel ist der Blutdruck. Wird er zu hoch oder zu niedrig, gibt es Probleme.

Die Wirkung von Adaptogenen in diesem Feld macht konventionell praktizierenden Pflanzenkundlern bis heute Probleme. Denn Gleichgewicht erhalten meint, eine doppelte Wirkung: ist der Körper überfordert, wird er herunterreguliert (etwa Blutdruck), ist er unterfordert, bewirkt das Adaptogen eine Stimulierung, um ihn auf das Normalniveau zurückzuführen.

Diese drei Eigenschaften sind ganz selten in der Natur nachweisbar.

Insbesondere Israel Brekhman, der zusammen mit Nikolai Lazarew, den Begriff Adaptogen aufgrund seiner Forschungserkenntnisse prägte, hat sich mit Eleuthero beschäftigt. In Russland (damals Sovjetunion) suchte man eine Pflanze, welche die Leistungsfähigkeit von Sportlern, Schachspielern, Soldaten und anderen Stressgeplagten signifikant steigerte. Brekhman untersuchte zunächst PanaxGinseng (Artikel hierzu im Jahr 1954, in russischer Sprache, auch in späteren Jahren weitere Artikel zu Ginseng). Ginseng wuchs nicht in Russland und war zu teuer. Er stieß dann auf Eleuthero. 1960 die erste Veröffentlichung hierzu. Für ihn und ihm folgende Forscher war Eleuthero mindestens so wirksam wie der asiatische Ginseng. Die wissenschaftliche Forschung hierzu nimmt immer mehr Fahrt auf, erst 1969 ein Beitrag in englischer Sprache. Im gleichen Jahr vergleicht Brekhman Ginseng und Eleuthero. Er erfüllte sämtliche Kriterien, durch die sich eine Pflanze auszeichnen mußte, um sie zu einem Adaptogen zu machen.

Adaptogene, wir betonen es noch einmal, sind keine „Arzneipflanzen“. Dies ist eine Konstruktion der westlichen Medizin. In der indischen Ayurveda spricht man daher besser von „konzentrierter Nahrung“. Menschen entdeckten Eleuthero in Sibirien, weil Tiere, die sie aßen, die Kälte gut überstehen konnten, ähnlich dem Cordyceps im tibetanischen Hochland, den die dortigen Rinder (Yaks) verzehrten.

Die russischen Forscher führten Hunderte von klinischen Untersuchungen durch. Die Untersuchungen maßen die adaptogene Antwort auf Stressoren wie Kälte, Hitze, Lärm, Bewegung, Arbeitsbelastung und sportliches Aktivsein. Sie untersuchten auch die Verbesserungen beim Hören, geistige Aufmerksamkeit, Arbeitsproduktivität, die Qualität der Arbeit unter stressvollen Bedingungen. Die Untersuchungen zeigten positive Ergebnisse und fast keine negativen Nebenwirkungen (Farnsworth faßte 1985 die Ergebnisse zusammen).6 Man fand heraus: Eleuthero ist eine Pflanze mit adaptogenen, stimulierenden und immunmodulierenden Eigenschaften.

Die frühen russischen Forschungserkenntnisse motivierten zu weiteren Untersuchungen (zusammengefaßt in Winston & Maimes, 2007, Adaptogens und Yance, 2013, Adaptogens), in Russland vor allem an der arbeitenden Bevölkerung durchgeführt, die starkem Berufsstress ausgesetzt war.

Die Erkenntnisse aus Russland gingen um die ganze Welt (ausgenommen Ostasien, da dort die Pflanze schon immer in Gebrauch war). Als Beispiel die USA. Dort wird Eleuthero für vergleichbare Einsatzfelder empfohlen, auch die Energiewirkung auf die Zellen ist angesprochen. 7

Vance nennt zwanzig Einsatzfelder (wir können hier nur eingeschränkt darüber berichten).

Was für Menschen nachgewiesen wurde, gilt auch für Tiere (Pferde, Hunde, Katzen).

Das Sicherheitsprofil von Eleuthero (nach Vance, Adaptogens)8

Eleuthero wird gut toleriert und ist frei von Nebenwirkungen. Es kann für eine lange Zeit eingenommen werden.

In jüngerer Zeit verlagert sich die Forschung in den ostasiatischen Raum, vor allem China und Korea. So hat sich eine koreanische Forschergruppe mit den Inhaltsstoffen von Eleuthero, insbesondere den Saponinen beschäftigt. „Eleuthero oder sibirischer Ginseng ist eine hochgeschätzte Pflanze, die zur Familie der Araliaceae gehört. Eleuthero produziert eine reichhaltige Vielzahl von Saponinen.“ 9 Aber auch Forscher aus Schweden haben wertvolle Forschungsresultate vorgestellt, insbesondere Panossian.10 Panossian und Kollegen haben Eleuthero auch hinsichtlich seiner adaptogenen Wirkungen mit Rhodiola und Ginseng verglichen. Alle drei wurden hoch eingeschätzt.

Die Wirkkraft zwischen diesen drei Adaptogen überlagert sich in bedeutender Weise. Die frühen russischen Vermutungen, Eleuthero als „billigerer Ersatz“ für Rhodiola und Eleuthero zu verwenden, konnten sich weitgehend bestätigen.

Auch die Auswertung der jüngeren Forschung in Winston & Maimes und durch Vance, belegen diese Interpretation.

Alle Adaptogene helfen dem Immunsystem. Zu Eleuthero wird aber auch gesagt (Winston & Maimes, Adaptogens): „Eleuthero ist besonders für ein alterndes Immunsystem von Nutzen.“

Der Gebrauch von Eleutherococus wurde in der Russischen Volksmedizin nicht besonders beachtet aber bereits im Jahr 1976 wurde geschätzt: mehr als drei Millionen Menschen in Russland nutzten den Extrakt regelmäßig.

Zusammengefaßt: Wer ein wirksames Adaptogen zu günstigeren Preisen als Rhodiola und Ginseng wünscht, sollte es einmal mit Eleuthero versuchen. Auch die Kombination dieser Drei ist sehr wirksam, da die biologischen Wirkstoffe unterschiedlich sind und daher Synergiewirkungen eintreten können.

Sibirischer Ginseng: Eleuthero

Ginseng ist das meisterforschte und genutzte Adaptogen. Wir kennen es als asiatischen Ginseng (weiß und rot) und nordamerikanischen Ginseng. Eine Heilpflanze mit vergleichbaren Wirkungen ist der „sibirische Ginseng“. Er weist auch viele Gemeinsamkeiten mit Rhodiola auf. Die frühen Untersuchungen zu Eleuthero kommen aus der ehemaligen Sowjetunion. Die damaligen Forscher waren auch für die Schaffung des Begriffs Adaptogen verantwortlich. Sie stellten fest: Es gibt eine Gruppe von Pflanzen und Vitalpilzen, die sich hinsichtlich ihrer Wirkungskraft beträchtlich von anderen Pflanzen und Pilzen unterscheiden.

Adaptogene sind seltene Pflanzen und Pilze mit ungewöhnlichen Eigenschaften. Es gibt nur wenig mehr als 20. Adaptogene sind Multitalente, nicht spezialisiert auf bestimmte Körperfunktionen. Sie sind keine Arzneimittel!

Professor Schilcher schreibt „Nur wenige [Pflanzen und Pilze] schaffen es in diese Kategorie. Die Wissenschaft hat diese Eigenschaften in den vergangenen Jahren immer besser nachweisen können. Sie brauchen keine spezifischen Wirkungen, um die Wirkung von Adaptogenen zu schätzen.“

Was Prof. Schilcher schreibt, ist genau das, was russische Forscher erkundet haben, als sie sich mit Eleuthero intensiver beschäftigten. Wir betonen Russland, in China wird Eleuthero bereits seit 2000 Jahren verwendet.

Eleuthero wird seit altersher in Sibirien (Taiga; daher Taigawurzel genannt) als Pflanze für die Ertüchtigung des Körpers einschließlich des Gehirns vewendet. Die Wurzel fiel aber nicht weiter auf, weil es den asiatischen Ginseng und Rhodiola gab, in ausreichend verfügbaren Mengen und zu günstigen Preisen. Vor einigen Jahrzehnten hat sich das grundsätzlich geändert. Rhodiola und Ginseng wurden knapp und teuer. Man suchte vergleichbar wirkungskräftige Naturpflanzen und stieß dann auf Eleuthero. Er wurde schnell in Russland populär. Ein Vorteil war neben seiner Wirkungsvielfalt das schnellere Wachstum im Vergleich zu Ginseng.

Die ersten wissenschaftlichen Beiträge stammen ausschließlich von russischen Autoren, der erste bereits im Jahr 1965. Alle frühen Artikel (rund 40) sind in russischer Sprache.

Der erste nicht-russische wurde von amerikanischen Forschern veröffentlicht1, parallel dazu ein Beitrag eines deutschen Autorenteam um H. Wagner, der sich auch später intensiv mit Adaptogenen beschäftigt hat.2 Beide Aufsätze aus dem Jahr 1982, 17 Jahre nach dem ersten russischen Beitrag.

Die Erkenntnisse über Eleutherocussus waren entscheidend, um zu erkennen, was adaptogene Pflanzen von anderen unterscheidet. Diese Definition bleibt bis heute anerkannt:

  • #1. Nicht-toxisch oder nicht schädlich, mit der Folge minimaler oder vernachlässigbarer Nebenwirkungen. Für Eleuthero mehrfach nachgewiesen. (Eine jüngere Zusammenfassung findet sich bei Yance, Adaptogens, 20139)

  • #2. Bewirkt eine nichtspezifische Antwort des Körpers: erhöht die Widerstandskraft gegen vielfältige Stressoren, seien sie physischer, chemischer, biologischer Natur. Das bedeutet auch, wie für Eleutherus nachgewiesen: Adaptogene stimulieren, aktivieren oder fördern eine Antwort des Körpers in multiple, nicht-spezischer Weise einschließlich des Aufbaus des Erhalts und einer Reserve adaptiver Energie. Dies wird bei Adaptogenen oft unterschätzt. Ich spüre keine Wirkung, taugt nichts, ich lasse es bleiben, setze es ab. Ergebnis: wenn neuer Stress kommt, kann der Körper nicht mehr wirkungsvoll antworten, weil ihm die Energie hierzu fehlt. Die Energie steckt auch in den Zellen, auch des Gehirns. Man nennt die Kraftwerke der Zellen Mitochondrien. Die Forschung entdeckte, daß Eleuthero die Mitochondrien vermehrte, also den Zellen, auch im Gehirn mehr Energie vermachte, damit dem Alternsprozess der Zellen entgegenwirken konnte.

In 90 Jahren alten Menschen, sind 95 Prozent der Energiekraftwerke beschädigt.“

Die Abbildung stammt von Al Sears, einem Arzt und Forscher des Anti-Aging aus Florida/USA.3 Sie zeigt deutlich, wie mit zunehmendem Alter die Zellenergie zurückgeht, mit allen Alternsfolgen für Körper und Gehirn.

Ein schwedisches Forscherteam konnte darüber hinaus nachweisen, wie Eleuthero die Botenstoffe in den Nervenzellen (genannt Neuropeptide) aktiviert und dadurch vielfältige Wirkungen auf die Gehirnaktivität und das Nervensystem ausübt. 4Die Peptide verbesserm aber auch die Stress- und Angstreaktion. Die Mehrheit der Deutschen hat Angst, wird berichtet.5 Was tun, wenn man auf die Umwelt (die Angst- und Stresserzeuger) nicht selbst einwirken kann?

  1. #3. Normalisierender Einfluß auf den Körper, unabhängig von der Ursache von Stress; dies wurde später als Förderung der „Homöostase“ (Gleichgewicht) bezeichnet. Homöostase ist das Streben nach Einhaltung eines Gleichgewichts, das für die Lebenserhaltung und der Funktion eines Organismus oder eines Organs notwendig ist. Ein Beispiel ist der Blutdruck. Wird er zu hoch oder zu niedrig, gibt es Probleme.

Die Wirkung von Adaptogenen in diesem Feld macht konventionell praktizierenden Pflanzenkundlern bis heute Probleme. Denn Gleichgewicht erhalten meint, eine doppelte Wirkung: ist der Körper überfordert, wird er herunterreguliert (etwa Blutdruck), ist er unterfordert, bewirkt das Adaptogen eine Stimulierung, um ihn auf das Normalniveau zurückzuführen.

Diese drei Eigenschaften sind ganz selten in der Natur nachweisbar.

Insbesondere Israel Brekhman, der zusammen mit Nikolai Lazarew, den Begriff Adaptogen aufgrund seiner Forschungserkenntnisse prägte, hat sich mit Eleuthero beschäftigt. In Russland (damals Sovjetunion) suchte man eine Pflanze, welche die Leistungsfähigkeit von Sportlern, Schachspielern, Soldaten und anderen Stressgeplagten signifikant steigerte. Brekhman untersuchte zunächst PanaxGinseng (Artikel hierzu im Jahr 1954, in russischer Sprache, auch in späteren Jahren weitere Artikel zu Ginseng). Ginseng wuchs nicht in Russland und war zu teuer. Er stieß dann auf Eleuthero. 1960 die erste Veröffentlichung hierzu. Für ihn und ihm folgende Forscher war Eleuthero mindestens so wirksam wie der asiatische Ginseng. Die wissenschaftliche Forschung hierzu nimmt immer mehr Fahrt auf, erst 1969 ein Beitrag in englischer Sprache. Im gleichen Jahr vergleicht Brekhman Ginseng und Eleuthero. Er erfüllte sämtliche Kriterien, durch die sich eine Pflanze auszeichnen mußte, um sie zu einem Adaptogen zu machen.

Adaptogene, wir betonen es noch einmal, sind keine „Arzneipflanzen“. Dies ist eine Konstruktion der westlichen Medizin. In der indischen Ayurveda spricht man daher besser von „konzentrierter Nahrung“. Menschen entdeckten Eleuthero in Sibirien, weil Tiere, die sie aßen, die Kälte gut überstehen konnten, ähnlich dem Cordyceps im tibetanischen Hochland, den die dortigen Rinder (Yaks) verzehrten.

Die russischen Forscher führten Hunderte von klinischen Untersuchungen durch. Die Untersuchungen maßen die adaptogene Antwort auf Stressoren wie Kälte, Hitze, Lärm, Bewegung, Arbeitsbelastung und sportliches Aktivsein. Sie untersuchten auch die Verbesserungen beim Hören, geistige Aufmerksamkeit, Arbeitsproduktivität, die Qualität der Arbeit unter stressvollen Bedingungen. Die Untersuchungen zeigten positive Ergebnisse und fast keine negativen Nebenwirkungen (Farnsworth faßte 1985 die Ergebnisse zusammen).6 Man fand heraus: Eleuthero ist eine Pflanze mit adaptogenen, stimulierenden und immunmodulierenden Eigenschaften.

Die frühen russischen Forschungserkenntnisse motivierten zu weiteren Untersuchungen (zusammengefaßt in Winston & Maimes, 2007, Adaptogens und Yance, 2013, Adaptogens), in Russland vor allem an der arbeitenden Bevölkerung durchgeführt, die starkem Berufsstress ausgesetzt war.

Die Erkenntnisse aus Russland gingen um die ganze Welt (ausgenommen Ostasien, da dort die Pflanze schon immer in Gebrauch war). Als Beispiel die USA. Dort wird Eleuthero für vergleichbare Einsatzfelder empfohlen, auch die Energiewirkung auf die Zellen ist angesprochen. 7

Vance nennt zwanzig Einsatzfelder (wir können hier nur eingeschränkt darüber berichten).

Was für Menschen nachgewiesen wurde, gilt auch für Tiere (Pferde, Hunde, Katzen).

Das Sicherheitsprofil von Eleuthero (nach Vance, Adaptogens)8

Eleuthero wird gut toleriert und ist frei von Nebenwirkungen. Es kann für eine lange Zeit eingenommen werden.

In jüngerer Zeit verlagert sich die Forschung in den ostasiatischen Raum, vor allem China und Korea. So hat sich eine koreanische Forschergruppe mit den Inhaltsstoffen von Eleuthero, insbesondere den Saponinen beschäftigt. „Eleuthero oder sibirischer Ginseng ist eine hochgeschätzte Pflanze, die zur Familie der Araliaceae gehört. Eleuthero produziert eine reichhaltige Vielzahl von Saponinen.“ 9 Aber auch Forscher aus Schweden haben wertvolle Forschungsresultate vorgestellt, insbesondere Panossian.10 Panossian und Kollegen haben Eleuthero auch hinsichtlich seiner adaptogenen Wirkungen mit Rhodiola und Ginseng verglichen. Alle drei wurden hoch eingeschätzt.

Die Wirkkraft zwischen diesen drei Adaptogen überlagert sich in bedeutender Weise. Die frühen russischen Vermutungen, Eleuthero als „billigerer Ersatz“ für Rhodiola und Eleuthero zu verwenden, konnten sich weitgehend bestätigen.

Auch die Auswertung der jüngeren Forschung in Winston & Maimes und durch Vance, belegen diese Interpretation.

Alle Adaptogene helfen dem Immunsystem. Zu Eleuthero wird aber auch gesagt (Winston & Maimes, Adaptogens): „Eleuthero ist besonders für ein alterndes Immunsystem von Nutzen.“

Der Gebrauch von Eleutherococus wurde in der Russischen Volksmedizin nicht besonders beachtet aber bereits im Jahr 1976 wurde geschätzt: mehr als drei Millionen Menschen in Russland nutzten den Extrakt regelmäßig.

Zusammengefaßt: Wer ein wirksames Adaptogen zu günstigeren Preisen als Rhodiola und Ginseng wünscht, sollte es einmal mit Eleuthero versuchen. Auch die Kombination dieser Drei ist sehr wirksam, da die biologischen Wirkstoffe unterschiedlich sind und daher Synergiewirkungen eintreten können.

3 Al Sears, The #1 energy secret of highly active people, Doctor’s house call, 11. September 2015.

4 Evaluation of molecular chaperons Hsp72 and neuropeptide Y as characteristic markers of adaptogenic activity of plant extracts, Phytomedicine. 2013 Nov 15;20(14):1323-9.

5 Spiegel Online- Umfrage: Die Mehrheit der deutschen hat Angst

6 Siberian ginseng : current status as an adaptogen, Economic and Medical Plant Research, 1985: 156-215.

7 Properties of Eluthero (Link musste entfernt werden)

8 Transcriptomic analysis of Siberian ginseng (Eleutherococcus senticosus) to discover genes involved in saponin biosynthesis.

BMC Genomics. 2015 Mar 14;16:180. Transcriptomic analysis of Siberian ginseng (Eleutherococcus senticosus) to discover genes involved in saponin biosynthesis.

9 Hwang HS, Lee H, Choi YE, Transcriptomic analysis of Siberian ginseng (Eleutherococcus senticosus) to discover genes involved in saponin biosynthesis. BMC Genomics. 2015 Mar 14;16:180.In Vitro Cell Dev Biol Anim.

Kommentare (0) Apr 11 2016 12:04:01

Ginseng- Ein (kleiner) Überblick

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Überblick


Wurzel des Panax Ginseng

Ginseng ist das bekannteste pflanzliche Nahrungsergäzungsmittel. Ginseng ist ein unbestrittenes Adaptogen. Viele wissenschaftliche Beiträge haben sich mit seiner Wirksamkeit beschäftigt. Seit mehr als 2000 Jahren in Ostasien im Einsatz. Die konventionelle Medizin tut sich bis heute mit Ginseng schwer. Noch im Jahr 2013 liest man in der britischen Medizinzeitschrift The Lancet einen Beitrag über Ginseng unter dem Titel „Quackery“, Quacksalberei.1 Der Inhalt des Beitrages ist jedoch überraschend positiv. Auch American Ginseng wird eingeschlossen. Und sogar der Begriff Adaptogen ist angesprochen: „Stellt Homöostase [körperliches Gleichgewicht] als Antwort auf Stressoren wieder her“.

Die Ginsengs sind ein gutes Beispiel dafür, wie uns die Natur sichere und wirkungsvolle Biowirkstoffkomplexe zur Verfügung stellt, die uns erlauben, die Qualität unseres Lebens beträchtlich zu verbessern. Die Menschen kannten die vielfältige Wirkungen schon seit Jahrhunderten. Adaptogene wie Ginseng reflektieren die Naturgesetze der Langlebigkeit.

Wer Ginseng einnimmt – und dies gilt für alle Ginsengvarianten – führt seinem Körper bioaktive Wirkstoffe zu, die dann im Körper ständig unterwegs sind, um Problembereiche zu entdecken oder gar nicht erst entstehen zu lassen, nicht nur im Gehirn.

Ein Beispiel: Niedrige Temperaturen. Wer Ginseng nimmt, alle Ginsengs, kommt damit besser zurecht. Warum Erkältungsmittel? Warum nicht Ginseng? Wie konnten die Indianer extrem kaltes Wetter überstehen? Gleiches gilt für die Menschen im Norden Asiens (Tibet, Mongolei). Alle Ginsengs helfen, natürlich auch der amerikanische. Was/wer spricht dagegen? Wir kennen die Antwort, schreiben sie aber nicht hier. Wenn Sportler Erkältungsmittel nehmen und sich dadurch einem Dopingverdacht aussetzen. Selbst schuld. Wir geben keine Empfehlung, sagen nur: ausprobieren. Machen wie Steve Jobs. Ausprobieren, sehen ob es ankommt, bei Ginseng im Körper. Jeder ist der Unternehmer seines eigenen Körpers.

Weit über 5000 wissenschaftliche Artikel wurden allein über Panax Ginseng veröffentlicht, zu rotem – eine Variante von Panax Ginseng, auch koreanischem genannt, obwohl überwiegend aus China stammend – sind es über 700, zu amerikanischem Ginseng über 400, zu Panax Notoginseng über 850.

Auf die anderen „Ginsengs“ wie Eleuthero und Ashwagandha gehen wir heute nicht ein.

Die erste wissenschaftliche Untersuchung zu Ginseng wurde in China im ersten Jahrhundert veröffentlicht (Shennong Bencao Jing). Der Autor soll 2800 vor Christus gelebt haben.2 Es gibt eine englische Übersetzung seines Werkes sie fußt auf Erfahrungsberichten und der Sichtweise der traditionellen chinesischen Medizin. Die damals festgehaltenen Erkenntnisse sind auch heute noch gültig.3

Unsere Vorfahren in der Steinzeit, vor 10,000 und mehr Jahren lebend, kamen um das Essen von Heilpflanzen und –pilzen nicht herum, um zu überleben und ihre Nachkommensschaft zu sichern. Die Indianer in Nordamerika assen regelmäßig Amerikansichen Ginseng seit Urzeiten.

Adaptogene haben mit Medikamenten wenig gemeinsam, obwohl sie gelegentlich wie Medikamente eingesetzt und zunehmend in dieser Richtung erforscht werden. Wir bezeichnen sie als konzentrierte Nahrung oder Ernährung. Man kann sie umgangssprachlich als „Superkraftstoffe“ bezeichnen. Sie energetieren den menschlichen Organismus einschließlich des Gehirns. Sie fördern seine Funktionsweise, Homöostase genannt oder stellen sie wieder her. Woher nimmt ein Organismus die Energie, seinen Gesundheitszustand zu erhalten, den Abbauwirkungen des Alterns (in der Wissenschaft Seneszenz genannt), entgegen zu wirken, mit dem Stress im täglichen Leben, zunehmend chronischer Natur, umzugehen? Die Energielosigkeit eines Organismus ist sein Tod. Gesund zu leben erfordert Willenskraft, die auch im Körper als Energie verfügbar sein muß. Im Übergang zum Tod verliert der Körper zunehmend an Energie. „Stress ist der Feind der Willenskraft“, erkennt auch die moderne Psychologie.4 Man kann jedoch die Altersuhr anhalten, einige Forscher sagen sogar zurückdrehen, zumindest das Alter entschleunigen. Das ist keine kühne Behauptung oder gar quacksalberisches Gerede. Wissenschaftler sagen uns das.

Adaptogene helfen uns, die Energiebilanz in einen positiven Bereich zu verschieben oder zu stabilisieren. Sie sind Ernergiequellen. Jedermann kann das bei sich selbst testen. Die Tiere haben es spontan gemacht. Die Menschen machen es seit vielen Jahrhunderten, gar Jahrtausenden. In China, wo viele Adaptogene herkommen, hat die Elite (Kaiser und Spitzenbeamte) dem gemeinen Volk den Zugang zu Adaptogenen untersagt, weil sie so selten waren, etwa Ginseng oder der Vitalpilz Reishi. Ginseng arbeitet nicht wie die normalen Stimulantien, etwa das Koffein im Kaffee oder neuere Medikamente wie Ritalin. Wer auf das Gaspedal im Auto drückt, fährt schneller, so lange er drückt. Wer Ginseng einnimmt (und das gilt für alle Adaptogene) steigert die Leistungsfähigkeit des Motors auf natürliche Weise. Wer Streß oder den vielfältigen Störungen des körperlichen Gleichgewichts ausgesetzt ist, benötigt einen leistungsfähigen Energielieferanten.

Was bringen die Ginsengs?

Die Wirkungsvielfalt der Ginsengs gilt als unübertroffen. „Panax“ wird in Ostasiens als „Allesheiler“ übersetzt. Im Detail schildern etwa Lee und Kim wie Ginseng dem Herzen hilft.5 Der eigentliche Herzginseng ist der Panax Notoginseng. Er verfügt über weitgehend die gleichen Biowirkstoffe wie die anderen Ginsengs, aber auch einige andere, die in diesen nicht vorkommen und Herz und Blutkreislauf auf Trab halten. Wer nimmt davon Notiz? Welcher Arzt verschreibt Ginseng? Nebenwirkungen? Im Vergleich zu Arzneien vernachlässigbar. Wer die Wirkungen der unterschiedlichen Ginsengs auf Englisch nachlesen will, empfehlen wir einen Beitrag auf Mercola.com vom Juni 2015 zu den „benefits of ginseng“. Zahlreiche wissenschaftliche Belege sind angeführt. Mercola unterhält die weltweit am stärksten besuchte Website zu Gesundheitsfragen.


Panax Ginseng

Bei Ginseng ist zu beachten, was die Forscher nicht erwähnen: neben der Verbesserung der Gehirnleistung wirkt Ginseng ganzheitlich, ist nicht, wie Modafinil oder Ritalin, ein spezifisch wirkendes Medikament. Ginseng hat viele Wirkstoffe. Wir empfehlen daher Pulver, weil in ihm alle Biowirkstoffe enthalten sind. Der asiatische Ginseng (Panax Ginseng) wie der amerikanische wirken auf alle Organe des Körpers einschließlich des Immunsystems. Es handelt sich hierbei um eine Kerneigenschaft von Adaptogenen: ihre nichtspezifische Wirkung. Ginseng besitzt eine „whole person“-Wirkung, zielt auf die ganze Person. Dies unterscheidet Adaptogene von Medikamenten. Die Forscher verwenden zudem, um eine Vergleichbarkeit sicherzustellen, nur Untersuchungen mit einem Extrakt mit vier Prozent Ginsenosiden, also fast einen Nobody-Ginseng.

Sexualkraft und Ginseng

Kürzlich gab es in den USA eine lebhafte Diskussion über Ginseng. Eine pharmazeutische Unternehmung wollte ihren Ginseng patentieren lassen. Der Grund: Ginseng hilft die sexuelle Kraft zu steigern, signifikant.

Die Libido wird verstärkt, das gilt für alle Ginsengs, auch Panax Notoginseng. Es entspricht den Erfahrungen der Indianer mit amerikanischem Ginseng.6 Amerikanischer Ginseng fördert die Sexualkraft von Mann und Frau. Die Indianer wußten das schon immer. Sie lebten auf einem gesundheitlichen und energetischen Niveau, das beträchtlich über dem liegt, was wir in unserem Leben erreichen, informiert uns Al Sears. Er erwähnt im Gegensatz zu Mercola Ginseng jedoch nicht, weil er einen anderen bioaktiven Wirkstoff vorstellt.


Amerikanischer Ginseng, Panax quinquefolius

Wie die Ginsengs im Einzelnen wirken ist auch aufgrund ihrer zahlreichen Wirkstoffe noch nicht vollständig erklärt. Eine Wirkungskette (siehe hierzu ausführlich die Bücher von Winston & Maimes, 2006 und Yance, 2013) sieht eine Schlüsselfunktion in der Regulierung des Hormonsystems, insbesondere die Wirkung auf das Stresshormon Cortisol (produziert in der Nebenniere) und den Hypothalamus, ein Areal im Zwischenhirn. Dieses steuert alle hormonellen und neuronalen Prozesse im Körper. Die Wirkungsvielfalt von Ginseng und anderen Adaptogenen ist damit direkt verknüpft. Nur Adaptogene leisten diese Funktion. Sie wirken ausgleichend und normalisierend auf die Veränderungen im Körper, die teil altersbedingt, teils stresserzeugt sind.

Wir geben heute nur einen Überblick. Das Angebot ist vielfältig. Wir entscheiden uns für die Pulver von Ginseng. Der Grund ist einfach: Sämtliche Wirkstoffe sind enthalten. Auch alle sogenannten Ginsenoside, eine Untergruppe der Saponine. Saponine sind sekundäre Pflanzenstoffe, eigentlich weit verbreitet, im Ginseng jedoch von einer bemerkenswerten Wirkungskraft, deswegen nennt man sie Ginsenoside.

In einem angebotenen Ginsengprodukt sind der rote („koreanische“) asiatische Ginseng, der Noto Panax Ginseng und der Amerikanische Ginseng kombiniert. Soweit wir sehen, das einzige Produkt, weltweit, in dem nicht nur sämtliche (auch noch nicht entdeckte) Ginsenoside enthalten sind sondern auch sämtliche zusätzlichen Wirkstoffe die sich in den einzelnen Ginsengvarianten finden. Im Roten Ginseng etwa sind rund 200 Biowirkstoffe enthalten (Dong-Hyun Kim) Zu den vielfältigen Wirkungen dürfen wir uns nur zurückhaltend äußern.

Weißer und Roter Ginseng

Nach Ansicht der ostasiatischen Medizin (China, Tibet, Korea, Japan) ist der asiatische Ginseng ein “heißer” Stimulant, was ihn vom Amerikanischen Ginseng unterscheidet.

Bei asiatischem oder Panax Ginseng wird zwischen „weißem“ und „roten“ Ginseng unterschieden. Während die Pflanzen biologisch identisch sind, unterscheidet sich die Verarbeitung. Der rote wird auch koreanischer Ginseng genannt, weil sich Korea auf diesen spezialisiert hat. Beide sind hochwirksame Adaptogene. Der koreanische Ginseng kommt jedoch zunehmend aus China, weil in den dortigen Anbaugebieten keine die Belastung durch die Umwelt vorliegt.

Beim roten Ginseng wird die Wurzel nach der Ernte mit heißem Wasserdampf behandelt und danach getrocknet. Dieses Verfahren verleiht der Ginseng – Wurzel die typisch rote Farbe.

Über die Unterschiede zwischen dem koreanischen und weißen Ginseng wird unendlich gestritten. Natürlich behauptet jeder, unserer ist der beste.

Panax Noto Ginseng

In China und Japan ist die Nutzung von Notoginseng seit langem gebräuchlich. Seit „Tausend“ Jahren sagen einige Forscher.i Die Unterschiede zwischen Notoginseng, Panax Ginseng und Amerikanischem Ginseng hat Dong-Hyun Kim herausgearbeitet.7 Die Menschen nutzten die vielfältigen Wirkungen schon seit Jahrhunderten, erst jetzt legt die Wissenschaft die Wirkungsmechanismen frei.

Notoginseng hat in Ostasien den Ruf einer „Heilpflanze für den Erhalt des Lebens“ und mußte früher, bis man lernte, ihn anzubauen, nahezu in Gold aufgewogen werden. Er gilt als „König des Ginseng“. „Panax Notoginseng wurde in China als Tonikum seit Jahrtausenden genutzt um den Körper zu kräftigen und zu beleben, woran sich bis heute nichts geändert hat“8 Wie kommt somit ein solcher Ruf zustande? Durch eine lange Erfahrung der Menschen im Umgang mit dem Ginseng. Die Menschen machten sich die Wirkstoffe von Notoginseng zugute, lange bevor die Wissenschaft auf das Heilkraut aufmerksam wurde. Jetzt zieht die Forschung nach, beweist Wirkungen, welche Mensch und Tier seit „tausend Jahren“ kannten und nutzten.

Notoginseng verfügt über Saponine und andere Wirkstoffe, die andere Ginsengarten nicht aufweisen (Yance). Dazu gehören auch Polysaccharide, verbreitet in Pilzen. Diese geben Notoginseng das Vermögen, das Immunsystem zu erhalten (Gao u.a.). Die Forscher entdecken zudem neue Wirkstoffe, insbesondere Saponine (Zhang u.a). Die beiden Ginsenoside Rb1 und Rg1 wurden von Forschern der Universität Peking vor kurzem als die Schlüsselsaponine für die Harmonisierung des Blutkreislaufs als verantwortlch identifiziert.ii Im Notoginseng sind mehr als 30 Saponine nachgewiesen (Dong u.a.; Du u.a.). Wer sein Gehirnzentrum, der Hippocampus ist hier angesiedelt, in gutem Zustand erhalten will – im Notoginseng ist ein Ginsenosid verfügbar, welches ihm dabei hilft. Ein Forschungsbericht in Nature (gilt als führende Zeitschrift in den Naturwissenschaften), hat dies in im September 2014 ausführlich nachgewiesen. Wer seinem Herzen etwas Gutes tun will, schenkt ihm Notoginseng. Die wissenschaftlichen Belege dafür sind eindrucksvoll. Auch eine Steigerung der sexuellen Kompetenz ist nachgewiesen (Li, He, Lin, Gou, 2014, Urol Int).

Der Amerikanische Ginseng (Panax quinquefolius)

ist im Vergleich zu Panax Ginseng und Rotem Ginseng weniger bekannt.

Aufgrund der Vielfalt und Qualität seiner Wirkungen (ausführlich von Yance, Adaptogens, 2013 beschrieben), wird der Amerikanische Ginseng als “Gold des Waldes” bezeichnet.9 Die große Zahl bioaktiver Wirkstoffe – mehr als im asiatischen Ginseng – erklärt dann auch warum er so zahlreiche Wirkungen besitzt. Er wirkt auf alle Organe des Körpers.

Was machte den amerikanischen Ginseng für die Indianer so interessant? Frauen fühlen sich mit amerikanischem Ginseng nicht nur wohler, er bewirkt bei ihnen auch eine Anti-Aging-Wirkung. Bei Männern auch, aber diese können noch leichter auf den „heißeren“ asiatischen Ginseng ausweichen.

In Ostasien, der Heimat von Panax Ginseng hat man das früh gemerkt. Nicht umsonst ist der Ferne Osten der Hauptabnehmer des Amerikanischen Ginseng, zumehmend in Asien selbst erzeugt. Wer vermag so etwas zu leisten? Dazu kommen die vielfältigen bekannten Wirkungen. Die Chinesen bezeichnen American Ginseng als yin-Adaptogen. Die asiatischen Ginseng sind demgegenüber Yang, und daher so begehrt bei Menschen, die ihren Körper schnell Energie zuführen wollen, auch Sport treibenden. Stress zerstört das Gleichgewicht von Yin und Yang. Das weibliche gilt als yin. Der amerikanische Ginseng unterstützt daher Frauen, ihr Gleichgwicht zwischen Ying und Yang zu erhalten oder wiederherzustellen. Aber auch Männer brauchen Yin.


Amerikanischer Ginseng, Panax quinquefolius

Die amerikanischem Ginseng zugesprochenen Eigenschaften unterstützen diese Sichtweise. Frauen haben manchmal Probleme mit Panax Ginseng. Er kann für sie zu hart und schnell wirken, ihren Körper aufgrund der raschen Wirkung der bioaktiven Wirkstoffe überfordern. Bei dem nordamerikanischen Ginseng ist das nicht der Fall. Er wirkt langsamer, trotz vergleichbarer Wirkung wie asiatischer Ginseng. Das hilft Frauen viel und umso besser, je mehr Stress sie ausgesetzt sind.

Die Wirkstoffe, Ginsenoide genannt, weitgehend identisch mit denen des asiatischen Ginseng (weiß oder roter). Aber nur fast. Wirkung gegen Stress. Wer gesund altern will, ab welchem Alter auch immer, muß gegen Stress angehen, ihn zähmen, auf die Wirkung auf Körper und Gehirn einschränken. Adaptogene sind Anti-Stresser. Sie wirken auch gegen oxidativen Stress. Für American Ginseng wurde ermittelt: Er schützt das Erbgut (DNA) vor oxidtativem Stress, schon wenige Stunden nach der Einnahme. Kaum zu glauben. Man kann es nachlesen.10

Angebote an Ginseng

Ginseng wird reichhaltig angeboten. Vorsicht ist angebracht. Marketing überzogen. Gilt für viele Anbieter. Hochgerechnet auf die Wirkung sind sie zu teuer. Die Qualität ist oftmals bescheiden. Der Interessierte wird auch wenig informiert, was wirklich im Produkt enthalten ist: Pulver, Extrakt.

Wir haben gegenwärtig fünf Ginsengs im Angebot, drei die oben angesprochenen: Roter Ginseng, amerikanischer Ginseng in Kombination mit Panax Notoginseng. Der indische Ginseng (Ashwagandha) und der sibirische (Eleuthero ist gleichfalls verfügbar), wir schreiben aber heute nicht darüber, weil sich ihre Biowirkstoffe von den obigen Ginsengs grundlegend unterscheiden.

Alle drei Produkte sind Ginsengpulver.

Im Pulver sind sämtliche Wirkstoffe der Wurzeln enthalten. Neben den Ginsenosiden enthält das Pulver Peptide, Proteine, Polysaccharide (Mehrfachzucker) und weitere Substanzen. Das natürliche Gemisch dieser Wirkstoffe erklärt die Vielfalt der Wirkungen. In einer Extraktion (Extrakt)  sind nicht mehr alle Wirkstoffe enthalten oder nur in geringeren Anteilen als im Pulver.

Alle Produkte wurden umfangreichen Labortests unterworfen. Alle sind frei von Schwermetallen und Pestiziden. Dies ist keine Behauptung sondern durch Laborbefunde belegt. Diese stammen einerseits aus dem Herkunftsland (China), wurden aber sämtlich in Deutschland nach den hier herrschenden strengen Vorgaben durch unabhängige Laboratorien vollzogen.

Im Übrigen: Sämtliche Produkte von Adaptogenics/Teepower wurden dieser Überprüfung ebenfalls unterzogen.

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1 Quackery: Ginseng: Panacea among herbal remedies?

3 Kelly McGonical, Bergauf mit Rückenwind, Goldmann Verlag, 2012, S. 79.

4 The Nature of Ginseng: From Traditional Use to Modern Research, Institute for Traditional Medicine.

5 Lee und Kim, A review on the medicinal potentials of ginseng and ginsenosides, Journal of Ginseng Research, 38, 2014.

6 Murphy, Laura L. und . Ferraro , James S., Ginseng and Male Sexual Behavior, Herbal Drugs: Ethnomedicine to Modern Medicine, 2009, 57-66. Eine Untersuchung im Journal of Urology (Ausgabe November 2014) hat die Verbesserung der Erektionsfähigkeit und Ausdauer im Vergleich zur Einnahme von Scheinmedikamenten nachgewiesen.

7 Dong-Hyun Kim, Chemical Diversity of Panax ginseng, Panax quinquifolium (Amerikanischer Ginseng), and Panax notoginseng J Ginseng Res. 2012 Jan; 36(1): 1–15..

8 Li u.a., New dammarane-type tripernoides, Journal of Ginseng Research, 2013. Die Forscher entdeckten neue Wirkstoffe im Notoginseng.

9 Pritts, K.D., Ginseng: How to find, grow and use America’s forest gold, Stackpole Books, 2010).

10 Szeto YT und andere: American ginseng tea protects cellular DNA within 2 h from consumption: results of a pilot study in healthy human volunteers, Int J Food Sci Nutr. 2015 Nov;66(7):815-8..

i GINSENG, vol. 38, no. 1, pp.28-33, 2014.

ii GINSENG, vol. 36, no. 1, pp.1-15, 2012.

Kommentare (1) Nov 26 2015 07:11:49

Anti-Aging: Eine kritische Würdigung

Eingetragen von admin in Allgemeines.

Anti-Aging haben wir mehrfach angesprochen. Also den Alterungsprozess hemmen, entschleunigen, teilweise für eine Zeit rückläufig machen können.

Vor kurzer Zeit sind zwei wissenschaftliche Bücher erschienen, die sich mit „Unsterblichkeit“ beschäftigen und in denen auch Anti-Aging angesprochen wird. Die Bücher sind für unsere Problematik nur in einer Hinsicht relevant, weil sie aufzeigen, daß die Frage nach einem immer längeren Leben eher von philosophischer und ethischer Bedeutung ist, aber für die Lebenspraxis der Menschen, also für uns, eher unbedeutend ist. Wer versucht, gesund zu leben, ist ein Anti-Ager. Heute haben wir vielmehr Möglichkeiten zur Verfügung, länger gesund zu leben und die Leidenszeit zu verkürzen, als unsere Eltern, Großeltern usw. Wie man das machen kann, was zu tun ist, wissen wir auch. Das Haupthinderniss ist nicht das Wissen, sind nicht die fehlenden Möglichkeiten, sondern der Wille, die Willenskraft, es auch im täglichen Leben durchzusetzen, sozusagen selbsttherapeutisch aktiv zu sein.

[Man lese hierzu etwa McGonical, Bergauf mit Rückenwind. Willenskraft effizient einsetzen Goldmann, 2012]

Widerspruch gegen die Behauptung Anti-Aging kommt vor allem aus drei Quellen und diese sind ernst zu nehmen.

(1) Der Vorgang des Alterns ist wissenschaftlich nicht geklärt. Altern gilt nach vorherrschender biologisch-medizinischer Sicht nicht als Krankheit. Man unterscheidet zwischen primärem Altern und sekundärem (Auf Wikipedia findet man einen ausführlichen Artikel hierzu). Ersteres ist gegenwärtig nicht beeinflussbar. Wir altern wie ein Löwe oder ein Krokodil. Beide sind machtlos, diesen Prozess zu ändern. Denken wir an unser Gehirn. Die pharmazeutische Industrie hat Milliarden für Arzneien ausgegeben. Bisher kein Ergebnis. Sekundäres Altern ist dagegen von uns selbst erzeugt, durch unsere Lebensweise. Die Funktionstüchtigkeit des Herzens oder der Lunge ist zu einem großen Teil (bis primäres Altern einsetzt), selbstverschuldet, durch unsere Lebensweise. Ernährung und Bewegungsmangel sind Schlüsselbeiträge. Übergewicht ist uns nicht angeboren, Diabetes auch nicht. Wir erzeugen sie selbst. Sie sind nicht Teil der natürlichen Funktionsweise unserer Körper. Chronische Krankheiten oder sog. „Volkskrankheiten“ sind Ergebnisse unseres Verhaltens. Leider hat die Medizin noch wenige Möglichkeiten zu bieten, Volkskrankheiten zu heilen. Sie kann sie etwas hinausschieben, mehr nicht.

Könnten Adaptogene hier helfen? Wenn man sich die Forschung und die Erfahrungen aus der Lebenspraxis der Menschen anschaut, kann man zu diesem Schluß kommen. Adaptogene sind die wirkungsvollsten Energiespender, welche die Natur zu bieten hat. Sie werden daher zu Recht als „konzentrierte Nahrung“ bezeichnet. Der Körper führt sich Energie durch Nahrung zu. Diese Energie hilft dann auch, die Willenskraft zu stärken, die man braucht, um seine Ernährung und Bewegungsweise so zu gestalten, daß man seinem Körper und Geist keinen Schaden zufügt, im Gegenteil, ihm Freude bereitet, sein Immunsystem gesund hält, negative Emotionen wie Angst im Zaum hält. All dies ist für Adaptogene nachgewiesen: durch menschliche Erfahrung und wissenschaftliche Erkenntniss.

Die Medizin, wie sie heute gelehrt und praktiziert wird, lehnt das weitgehend ab. Da die Medizin noch wenig bietet, ist sie skeptisch bis ablehnend, was alternative Ansätze angeht, die behaupten, auf den Alternsprozess Einfluß zu nehmen, auch wenn eine Fülle von Forschungsergebnissen und praktischen Erfahrungen, teilweise Jahrhunderte zurückreichend, das Gegenteil nahelegen.

(2) Es gibt Mediziner und Biologen, welche die Schwäche der gegenwärtig praktizierten Interventionen in den Alternsprozeß anerkennen und nach neuen Verfahren suchen. Sie sind Anti-Ager, einige bezeichnen sich auch so (man sehe etwa das Buch von Aubrey de Grey und Michael Ray, Niemals alt! So läßt sich das Altern umkehren. Verlag Transcript). Das ist Zukunft. De Grey und andere Forscher beschweren sich darüber, dass sie wenig Unterstützung für ihre Forschung bekommen. Damit leidet auch eine wirksamere Therapie gegen das Altern. De Grey sagt auch, die alten Menschen haben selbst schuld. Sie haben Angst vor dem älter werden, vor den Leiden, sterben lieber, machen daher keinen Druck auf Politik und Geldgeber, mehr Ressourcen zur Verfügung zu stellen. 1 Nicht die pharmazeutische Industrie ist hier aktiv, sondern – kaum zu glauben – Google. Man hat eine Tochterfirma aufgebaut, Calico, die mehr gegen Altern unternimmt als jede uns bekannte Unternehmung. Sogar Unsterblichkeit steht auf dem Programm. T nennt sich die Totcher: T = tackle aging (Altern angehen).

Die vorherrschende Beziehung zu Adaptogenen ist zwiespältig, überwiegend es „konzentrierte Nahrung“ durch Adaptogen auch unbekannt. Einige nehmen selbst welche ein, wie Ray Kurzweil, der jetzt bei Google neuartige Therapien gegen Altern entwickeln will, angefangen im Hirn (Alzheimer, Demenz) – bisher gibt es keine wirksamen Therapien, das Pflegeheim wartet. Kurzweil nimmt jeden Tag fast 100 Nahrungsergänzungsmittel ein. Wir sind früher schon ausführlicher auf ihn eingegangen. Seine Website ist immer einen Besuch wert (www.kurzweilai.net/). Andere haben eigene Interessen: wenn sich zeigt, daß Adaptogene etwas gegen Altern bringen und sich das herumspricht, wird die Bereitschaft, finanzielle Unterstützung für radikale Forschung zu leisten, eher zurückgehen. Wir haben doch die Ginsengs, Rhodiola, Ashwagandha usw.., sie wirken gegen fast alles, was den Körper von seiner natürlichen Lebensweise entfernt hat. Die Forschungsergebnisse hierzu explodieren geradezu.

Unsere Position deckt sich grundlegend mit der Sichtweise von De Grey und Kollegen. Wir sagen aber: lebe solange gesund, bis die fortschrittlichen Therapien auch zur Verfügung stehen. Das kann viele Jahre, wenn nicht Jahrzehnte dauern. Wer 50 ist und bis 100 gesund leben kann, durch Änderungen der Lebensweise, der hat 50 Jahre vor sich, in der medizinischer Fortschritt ihm weiterhelfen kann. In dieser Zeit bis das primäre Altern die Oberhand gewinnt, kann er mit seinem Leben noch viel unternehmen.

(3) Der dritte Punkt ist der problematische. Anti-Aging wird für Marketing mißbraucht. Das gilt für alles, sei es Kosmetik, ein Elektrofahrrad oder eine Matratze. Die amerikanische Geldsucht hat auch hierzulande voll um sich gegriffen. Viele Menschen lehnen daher zu Recht alles ab, wenn es mit Anti-Aging gekoppelt ist.

Den gleichen Vorwurf kann man natürlich aus uns gegenüber machen, darüber sind wir uns im Klaren. Wenn wir Adaptogene anbieten, versuchen wir daher auch, nachvollziehbare Argumente, wissenschaftlich belegt, vorzutragen. Jeder kann dann selbst entscheiden. Aufgrund zahlreicher Beschränkungen ist es allerdings nicht erlaubt, konkrete Krankheitsfelder anzusprechen oder gezielt auf bestimmte Forschungsergebnisse hinzuweisen.

Der Online-Markt ist eine wesentlich Hilfe für brauchbare Informationen, aber auch für das Gegenteil. Man muß bei jedem Anbieter aufpassen.

(4) Was kann man machen? Darauf bestehen, daß die angebotenen Produkte durch unabhängige Prüfinstitute analysiert und kontrolliert wurden und damit unbelastet von Schadstoffen im Rahmen der zulässigen Grenzen sind. Deutschland hat im übrigen die härtesten Anforderungen. Bei vielen Anbietern (aus dem Ausland ohnehin) würden wir nach unsereren Beobachtungen Fragezeichen machen können.

Wenn man das Obige einhält, gewinnt man auch Energie nicht nur aus den Wirkstoffen selbst, sondern auch psychische: man ist sicher, daß die Produkte sauber sind und man sie nicht absetzen muß und warten kann, bis die Wirkungen spürbar werden.

(5) Adaptogene tragen dazu bei, das körperliche Gleichgewicht zu erhalten und an Herausforderungen auch aus dem beruflichen Alltag oder der Freizeit (Sport) anzupassen. Wenn der Körper sich gesund fühlt, mag man annehmen, die „konzentrierte Nahrung“ (Energie) bringt überhaupt nichts. Ein Fehlschluß. Wenn man das Gleichgewicht (Fremdwort Homöostase und Allostase) für sich erreichen kann, haben Adaptogene ihre Wirkung erfüllt, die Erhaltung des körperlichen Gleichgewichts trotz vielfältigen Belastungen. Dies ist die Kernleistung für Anti-Aging.

(1) Siehe Aubrey de Grey, The real end of ageism, Rejuvenation Research, April 2014.
Diese Zeitschrift, von de Grey herausgegeben, veröffentlich seit kurzem auch zunehmend Beiträge zu Adaptogenen. Für die muß man allerdings Geld bezahlen, wenn man sie jenseits einer kurzen Fassung lesen will. Der Artikel von De Grey ist umsonst.2 Richard Waters, Letters of intent, The Financial Times, 15. August 2015; Johannes Boi, A und O einer Weltmacht, Süddeutsche Zeitung, 14. August, S. 15.

Kommentare (0) Sep 19 2015 11:09:45

Intermittierendes Fasten – für die Gesundheit

Eingetragen von admin in Allgemeines.

In einem früheren Blog sind wir ausführlicher darauf eingegangen.

Hier auch nochmal einen Hinweis darauf, wie man Intervall fastet. Gut beschrieben.

Heute ein kurzer Nachtrag auf Grund neuer wissenschaftlichen Untersuchungen.

Die Franzosen haben es gut formuliert, weil in ihrer Sprache Jeune jung heißt. Und das fast Identische jeûne bedeudet Fasten. Jeûne intermittent = jeune longtemps. Intermittierendes Fasten = lange jung.

Le Monde, 24. Juni 2015, Science & Medicine.

Der Artikel, geschrieben von Florence Rosier, stellt einen jüngst erschienen Aufsatz aus Cell Metabolism vor. Der Ko-Autor Valter Longo, Professor an der Universität Südkalifornien. Er leitet dort das Institut für Langlebigkeit. Seit vielen Jahren beschäftigt er sich mit Kalorienreduktion. Seine jüngste Forschungserkenntniss: Wer teilzeitfastet lebt länger gesund, auch wenn sich seine absolute Lebensspanne nicht erhöhen mag. Aber statt 80 von allen möglichen Leiden geplagt zu werden, kann er viel länger gesund bleiben. Sein Forschungsziel ist uns vertraut: Molekulare Reaktionen finden, die den Widerstand gegen vielfältigen Stress erhöhen. Im Grunde das, was Adaptogene machen, insbesondere das Stresshormon Cortisol im Normalbereich halten. Gerät es ausser Kontrolle, sind die Schäden gewaltig (hierzu demnächst ein Blog).

Er hat festgestellt: wer seine Kalorienaufnahme durch Teilzeitfasten verringert – sei es einmal oder mehrmals in der Woche, kann seinen oxidativen Stress und seine Anfälligkeit für Entzündungen verringern. Folge: Weniger Diabetes, weniger Alzheimer, mehr gesunde Zellen. Dem Herzen geht es besser.Im Gehirn werden neue Zellen erzeugt, insbesondere im sog. Hippocampus (wir sind darauf bereits früher eingegangen). Insgesamt sinken die Erkrankungsrisiken bei zunehmendem Alter.

Die Fastenwirksamkeit steigt, wenn sie in Verbindung mit mehr Bewegung unternommen wird.

Die Abbildung erklärt sich nahezu von selbst. Yeast heißt Hefe, ein beliebtes Objekt wissenschaftlicher Untersuchungen. In der rechten Spalte Human (Mensch) sehen wir, wie Intervallfasten beim Menschen wirkt. In der Spalte davor (Maus) sind noch mehr Wirkungen des Intervallfastens angesprochen. Sie sind auch durch Erfahrungen belegt, jedoch medizinisch erst an Mäusen klinisch nachgewiesen.

Wer sich für den Originalbeitrag interessiert ist, findet ihn hier: A Periodic Diet that Mimics Fasting Promotes Multi-System Regeneration, Enhanced Cognitive Performance, and Healthspan.

Es gibt noch mehr Hinweise darauf wie fasten uns helfen kann. Longo und Kollegen bestätigen unsere früheren Überlegungen zur gesunden Langlebigkeit.

Ein weiterer Text, erschienen im Scientific American, unterstützt diese Sichtweise.

Mark Mattson, Toxic chemicals in fruits and vegetables it what gives them their health benefits, Scientific American, Volume 313, Issue 1, Juli 2015.

Intervallfasten in Verbindung mit „intensiver Bewegung“ (gemeint wohl Intentisätstraining) schützt das Gehirn vor Schäden, vermag die Produktion neuer Gehirnzellen zu fördern. Auch der Hippocampus wird angesprochen. Bestimmte Nahrungsmittel unterstützen diesen Vorgang, auch Adaptogene kommen zur Sprache.

Der durch Fasten und Bewegung erzeugte Stress ist bescheiden und nicht von langer Dauer, also nicht chronisch. Eine vorübergehende Steigerung der Produktion des Hormons Cortisol, dem Stresshormon, ist unschädlich. Adaptogene wie Rhodiola oder Astragalus helfen zudem, Cortisol in Schach zu halten. Sie liefern dem Körper die Energie, um Fasten, Bewegung und Stresskontrolle durchzuhalten.

Die von Mattson angeführten drei Faktoren:

* Fasten
* Gesund essen
* Konzentrierte Nahrung

Unterstützen unserer früheren Überlegungen und sind durch die Wissenschaft gut begründet.

Damit ist das Teilfastfasten im heutigen Blog noch nicht beendet.

Der amerikanischen Zulassungsbehörder für Medimante (FDA – Federal Drug Administration) liegen Vorschläge von Medizinern vor, Teilzeitfasten als Medikament für Krebskranke anzuerkennen. Die Forscher stützen sich auf die obige Untersuchung von Longo. „Forscher arbeiten daran, Intervallfasten als zusätzliche Krebsbehandlung anzuerkennen um die langfristigen Überlebensraten zu verbessern.“

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Researchers Work on Getting Intermittent Fasting FDA Approved as Adjunct Cancer Treatment to Improve Long-Term Survival Rates
Fitness.mercola.com
fasting.fr
Brandhorst S, Choi IY, Wei M, Cheng CW, Sedrakyan S, Navarrete G, Dubeau L, Yap LP, Park R, Vinciguerra M, Di Biase S, Mirzaei H, Mirisola MG, Childress P, Ji L, Groshen S, Penna F, Odetti P, Perin L, Conti PS, Ikeno Y, Kennedy BK, Cohen P, Morgan TE, Dorff TB, Longo VD. Cell Metab. 2015 Jun 17.

Kommentare (1) Jul 19 2015 11:07:13

Fasten mit Adaptogenen

Eingetragen von admin in Allgemeines.

Adaptogenes Fasten ist unsere Erfindung. Niemand hat es erdacht oder beschrieben. Viele aber probiert, bis hin zu unseren Vorfahren, die in der Steinzeit lebten, oftmals Nahrungsmangel ausgesetzt waren. Wie überlebten sie? Etwa die Indianer in Nordamerika? Die Tibeter? Die Inder bei ausbleibendem Monsun? Die Chinesen, wenn Erdbeben, Überschwemmungen, Trockenheit ihre Nahrungsvorräte auslöschten?

Adaptogene sind die Heilpflanzen und Heilpilze, die wir kennen. Sie sind konzentrierte Nahrung. Fast null Kohlehydrate, Kalorien, aber vielfältige, reichhaltige Inhaltsstoffe.

Um es von vorneherein zu sagen, wir sind kein Anhänger von extrem oder dem religiösen Fasten. Wir nehmen Abstand von sämtlichen Arten des Fastens, welche dem Körper auf kurz oder lang beachtliche Schäden zuführen können.

Warum Fasten gut für Körper und Geist ist, bedarf keiner langen Erörterung. Fasten bedeutet: weniger essen. Für viele Menschen geradezu überlebenswichtig. Essen bis zur Übergewichtigkeit oder gar Fettleibigkeit macht krank, verkürzt die gesunde Lebensspanne, zwingt zu häufigen Besuchen beim Arzt, macht emotionale und soziale Schwierigkeiten. Arbeiten, Arbeiten, Arbeiten, parallel den Körper schädigen. Was bleibt vom Ruhestand? Wie viel Jahre und wie viele davon mit Gesundheit gesegnet?

Mit zunehmendem Gewicht sinkt die Neigung und Fähigkeit sich zu bewegen. Auch die Sesshaftigkeit steigt, beides stark gesundheits- mindernde Vorgänge, die zur Selbstausbeutung des Körpers beitragen.

Man muss sich immer klar machen: Man kann Jedermann betrügen, nur seinen eigenen Körper nicht. Er nimmt alles, wirklich alles zur Kenntnis. Seine Rache durch Krankmachen ist biologisch in ihn eingebaut und nicht zu verhindern. Achtsam mit dem Körper umgehen wäre, was zu tun ist. Theoretisch kann es jeder von uns machen. Statistiken zeigen uns jedoch, wie viele es nicht schaffen und es werden immer mehr. Daher ist das Fasten so wichtig.

Übergewichtigkeit und Fettleibigkeit sind seit Jahren in einem aufsteigenden Trend.

Jüngst hat die Weltgesundheitsorganisationen WHO, Artikel im Spiegel, diesen Trend erneut bestätigt.

Die Welt schreibt zur Übergewichtigkeit in Deutschland:

Die Deutschen werden ebenfalls immer dicker. Probleme mit dem Gewicht betreffen hierzulande aber mehr Männer. Fast die Hälfte aller Frauen (2030: 47 Prozent; 2010: 44 Prozent) und knapp zwei Drittel der Männer (2010: 62 Prozent; 2030: 65 Prozent) haben den Prognosen der Forscher zufolge 2030 Übergewicht. Fast jeder vierte Mann (24 Prozent; 2010: 21 Prozent) und etwas mehr als jede fünfte Frau (21 Prozent; 2010: 15 Prozent) könnten dann fettleibig sein.

Wer übergewichtig ist, bekommt viele Schwierigkeiten mit seinem Körper und Gehirn. Seine gesunde Lebensspanne sinkt drastisch. Medizinisch kann man hier bis heute aber wenig machen.

Es gibt Regionen auf der Welt, in denen wenig aber gesund Essen Teil der täglichen Lebensweise ist. Man nennt sie „Blue Zones“. Der Amerikaner Dan Buettner hat sie untersucht. Vor einiger Zeit war er auch auf der griechischen Insel Ikaria. Die Menschen leben dort überdurchschnittlich lange, bis 100 Jahre, essen Heilkräuter, pflanzen sie meistens in ihren eigenen Gärten, haben Sex bis ein hohes Alter (ohne Pillen). „Eine Insel, auf der die Menschen vergessen zu sterben.“

Oder man besuche die japanische Insel Okinawa. Das Verhalten der Menschen dort ist sehr gut untersucht. Auch Buettner war dort. Wenig aber gesund essen, viel bewegen, sogar arbeiten als Bauern, bis in ein hohes Alter (90+). Sie essen täglich Heilkräuter, viele mit adaptogenen Eigenschaften (Ihre Adaptogene kommen aus China und Indien).

Pflegeheim überflüssig

Leider, was auch zu erwähnen ist: die Amerikaner haben einen riesigen Stützpunkt (40,000 Soldaten plus Familie) auf der Insel. Die einheimischen Japaner versuchen seit Jahren, ihn los zu werden. Bis heute erfolglos. Die amerikanische Lebensweise breitet sich aus. Die Lebenserwartung der Einheimischen geht zurück. Übergewichtigkeit steigt an.

Was leisten die Vitalkräuter und –pilze für die Menschen? Sie geben Energie, stärken den Körper und Geist, Hungergefühle wegen der geringen Nahrungsaufnahme gibt es kaum. Sie machen also tägliches Fasten zu einem almost No- Problem, psychisch und körperlich gut verträglich. Adaptogene sind konzentrierte Nahrung, sie können helfen wichtige Inhaltsstoffe während des fastens aufzunehmen. Einige Sportler haben das auch erfahren können. Intervall fasten (2 oder 3 Tage in der Woche) ist Teil ihrer Lebensroutine.

Einer von ihnen, Rich Roll, er wurde sogar im Spiegel vorgestellt.

Wie wirkt Fasten? Wie kann man fasten?

Quelle: Efactordiet

Wir stell hier zwei Möglichkeiten vor:

(1) Permanente Kalorienreduktion und (2) Intervall-fasten.

(1) Kalorische Restriktion. Schwierig zu machen. Es gilt die Kalorienzufuhr um 20 bis 30 Prozent herunterzufahren und dann durchzuhalten. Gut dargestellt bei Schmitt- Homm und Simone Homm, Handbuch Anti- Aging. Die Erkenntnisse: Der Wohlstandbauch verschwindet, der Alterungsstopp ist (nach Homm) echt. Mit gezielter Nahrungseinschränkung lässt sich der Alterungsprozess entschleunigen. Die Gedächtnisleistungen bleiben erhalten. Kalorienreduktion schützt das Gehirn, die Gehirnzellen, ist „neuroprotektiv“ sagt die Wissenschaft.

Einer der besten Texte zur kalorischen Restriktion kommt von Prof. Dr. Gruber, einer Frauenärztin, in deutscher Sprache:

„Die Kalorienrestriktion scheint in der Anti Aging Therapie eine große Rolle zu spielen. Seit Menschengedenken versucht unser Gehirn Mittel und Wege zu finden, um unser Leben zu verlängern. Von allen therapeutischen Interventionen, die bis jetzt vorgestellt wurden, hält naturwissenschaftlich nur eine einzige Strategie, nämlich die der Kalorienrestriktion.“

Weitere Texte zu diesem Thema

Universität Innsbruck – Jungbrunnen Fasten

Wellness-Magazin.de – Kalorische Restriktion gegen das Altern

(2) Intervallfasten

Die Ernährung wird in eine Fastenphase und eine Ernährungsphase aufgeteilt. Man kann dies jeden Tag machen, oder einige Tage in der Woche.

In der Fastenphase wird gefastet. In der Ernährungsphase wird gegessen und neue Energie aufgenommen.

Crosscoach bietet gute Information.

Hinweise wie man Intervall-fasten umsetzen kann findet man auch bei der Fit for Fun oder Wikipedia.

Einen guten Überblick bietet Wikipedia, dieser ist allerdings nicht frei von Widersprüche:

„Des Weiteren bietet das Fasten auch einige gesundheitliche Vorteile. Der Körper gewinnt in der Fasten-Phase mehr Energie aus Fett, womit die Anzahl der Fettzellen sinkt. Dadurch sinkt die Gefahr vor Insulinresistenz sowie Diabetes. Auch Bluttests haben verbesserte Ergebnisse geliefert. Besonders die erhöhten Werte des HDL-Cholesterin (gutes Cholesterin) erweisen sich als positiv.

Auch in Bezug auf den Alltag hat das Intermittent Fasting einen Vorteil. So ist man nicht mehr an das ständige Essen gebunden. Es können weniger Mahlzeiten eingenommen werden womit mehr Zeit für andere Dinge bleibt. Praktischer ist diese Art der Ernährung für das Zeitmanagement mit Sicherheit für viele. Einige haben nicht die Zeit ständig kleine Mahlzeiten zu konsumieren. Zusätzlich drehen sich die Gedanken nicht mehr ständig um das Essen. Vielen wird der Blick auf die Uhr bekannt sein, welcher prüft ob es nicht wieder Zeit für eine kleine Mahlzeit ist. Das Essen von allen 3 bis 4 Stunden wird hier überflüssig.

Viele Anhänger des Intermittent Fastings sprechen auch von einer Erhöhten Konzentration in der Fastenphase. Besonders der Zeitraum vor der ersten großen Mahlzeit soll hier enorme Unterschiede aufweisen (Crosscoach).“

Die wissenschaftliche Grundlage ist gut. Der Kernpunkt für uns: Fasten, intermittent oder durch Einschränkung der Kalorienzufuhr, ist die erhöhte gesunde Lebensspanne.

Einige Vertreter des periodischen Fastens sagen sogar: Wenn Du gefastest hast, kannst Du essen so viel Du willst, hilft Dir immer noch. Wir wären allerdings vorsichtig.

Was immer man präferiert: wer fastet verliert Energie. Psychische und körperliche. Das Durchhalten wird dadurch schwieriger.

Auch wer 14, 20 oder mehr Stunden periodisch fastet, wird merken, wie schwierig es ist, durchzuhalten. Viele geben daher wieder auf.

Man nehme Adaptogene und das Durchhalten wird erleichtert. Zudem lassen sie sich in Getränke (Wasser, Tee, Kaffee, Kakao) einmischen, ohne das Fasten zu gefährden.

Was sind Adaptogene?

Adaptogene sind seltene Pflanzen und Pilze mit ungewöhnlichen Eigenschaften. Es gibt nur wenig mehr als 20. Adaptogene sind Multitalente, nicht spezialisiert auf Körperfunktionen. Sie sind keine Arzneimittel.

Professor Schilcher schreibt „Nur wenige [Pflanzen und Pilze] schaffen es in diese Kategorie. Die Wissenschaft hat diese Eigenschaften in den vergangenen Jahren immer besser nachweisen können. Sie brauchen keine spezifischen Wirkungen, um die Wirkung von Adaptogenen zu schätzen.“

Beispiele sind die bekannten Ginsengs, oder Rhodiola, oder drei oder vier Heilpflanzen aus Indien, etwa Tulsi oder Ashwagandha. Nur drei Pilze sind dabei: Reishi, Cordyceps, Agaricus.

Wenn man sich etwa die Erfahrungen und wissenschaftliche Artikel zu Reishi (Ganoderma lucidum anschaut), kommt man aus dem Stauen kaum noch raus. In China gilt dieser als „Pilz der Unsterblichkeit“. Eine Fülle von Wirkungen auf alles was sich im Körper und Gehirn abspielt ist nachgewiesen. Die Wirkung auf die Entschleunigung des Alters wird immer wieder betont und durch wissenschaftliche Erkenntnisse bestätigt. Man lese etwa Emily Steiner, How Reishi combats aging, Life Extension, 82 wissenschaftliche Beiträge sind zitiert.

Reishi ist nur ein Beispiel, wie man die Wirkungen des Fastens mit denen konzentrierter Nahrung (hier ein Pilz) zu kombinieren vermag.

Wer fastet, hat drei Vorteile

  1. Das Körpergewicht sinkt, mit allem was daraus folgt, Wohlbefinden, Aussehen, Lebensspanne.

  2. Wer Fasten mit der Einnahme von Adaptogenen verbindet, kann es besser durchhalten und bekommt die Vielfalt der Vorteile, welche adaptogene Inhaltsstoffe bieten. Seine Gesundheit wird potenziert, auch über das Fasten hinaus.

  3. Adaptogene helfen, mit Stress besser zurecht zu kommen, die Negativwirkungen von Stress auf Körper, Geist und Emotionen zu zügeln. Eine reichhaltige Literatur belegt diese Wirkungen.

Fassen wir zusammen: Ich bin was ich esse. Ich bin aber auch, wie viel ich esse.

Kommentare (0) Mai 31 2015 12:05:47

Gesunde Lebensspanne bis in ein hohes Alter?

Eingetragen von admin in Allgemeines.

Wie kann ich gesund alt werden, meine gesunde(!!) Lebensspanne ausweiten?

Wer in die Anti-Aging- Diskussion einsteigt, findet viele Antworten.

Es gibt eigentlich nur eine grundlegende Möglichkeit, die jedem offen steht: Lebenswandel.

Zwei Dinge sind dabei zu beachten: man muss sich bewegen und man muss sich gesund ernähren

Wer viel sitzt, fängt Krankheiten ein. Wer einen Beruf hat, in dem er viel sitzen muss, er müsste innovativ werden, um so zu arbeiten, dass er viel im Stehen machen kann. Das Schlimme ist: Sesshaftigkeit kann man nicht durch Bewegung kompensieren. Es wirken hier unterschiedliche Mechanismen. Sesshaftigkeit vermeiden und Bewegung sind unverzichtbar. Siehe auch unseren Blog vom 20. Oktober des vergangenen Jahres. Im aktuellen Spiegel ist dieses Thema sogar der Leitartikel.

Das zweite neben Bewegung und Sesshaftigkeit ist Ernährung. Hier streiten sich die Gelehrten seit langem, was gesunde Ernährung ausmacht. Früher galt: Hände weg vom Fett. Heute beginnt sich, gestützt auf wissenschaftliche Erkenntnis, die Ansicht auszubreiten: Esse fetter, Butter ok, aber nicht zu viel. Olivenöl, Avocados, Nüsse sowieso nicht.

Schwierig wird es bei Getreide. Einige sagen: Hände weg. Andere sagen: wenn, dann nur Vollkornbrot. Schwierig umzusetzen.

Stimmt das?

Unsere Sichtweise, was immer man isst: auf jeden Fall konzentrierte Nahrung, sprich Heilkräuter und Pilze, wenn es geht mit adaptogenen Eigenschaften.

Wer Obiges verwirklichen kann und noch nicht sehr alt ist, hat eine gute Chance, auf medizinische Interventionen warten zu können, welche grundlegende therapeutische Möglichkeiten bieten.Gegenwärtig gibt es sie noch nicht.

An der Vorfront dieser Sichtweise steht der Molekularbiologe Aubrey de Grey. Er entwickelt über Stiftungen neue Methoden der Überwindung der Schäden des alternden Körpers.

Mit Michael Rae, der sich für eine kalorienreduzierte Ernährung einsetzt, hat er das Buch geschrieben: Niemals alt.

Aus einem kürzlichen Interview von ihm:

Frage: Was ist der Kerngedanke des Ending Aging“, Überwindung des Alterns?

Antwort de Grey: Wir beschäftigen uns in unseren Forschungsvorhaben nicht nur damit, das Altern zu verlangsamen. Wir wollen es umkehren. Wir wollen Menschen, die bereits im mittleren Alter oder älter sind, zur Wiederherstellung ihre körperlichen und geistigen Fitness zu verhelfen, sie zu einem jungen Erwachsenen zu machen.

Man mag nun einwenden: Eine hohe Lebensspanne ist doch durch meine Gene bestimmt. Was kann ich dann noch selbst machen? Die Forscher streiten seit ewig über den Einflute der Gene. Man sagt: Eine sehr hohe Lebensspanne ist abhängig vom Vorhandensein bestimmter Langlebigkeitsgene, die leider nicht jeder besitzt. Die Standardantwort: ungefähr 25 % der Lebensspanne in höherem Alter sind genetisch bedingt. 75 % haben wir selbst in der Hand.

Eine ganz neue Forschung sagt nun: wir haben keine Altersgene entdecken können. Es ist dein Lebenswandel, der dich krank macht und dein Leben verkürzt.

Unsere Untersuchung zeigt, daß man nicht das Glück haben muß, über eine bestimmte Genvariante zu verfügen um ein sehr alter Mensch zu werden. Wir haben kein Gen gefunden, daß uns daran hindern würde, ein superalter Mensch zu werden.

Was können wir daraus schließen. Jeder von uns geht auf einer Brücke des Lebens. Auf der anderen Seite der Brücke warten die neuen Therapien, von denen Aubrey de Grey spricht. Man muß nur über diese Brücke kommen. Wer vorher einknickt, chronische Krankheiten einfängt, der kommt nicht über diese Brücke des Lebens.

Auch wer an Zivilisationskrankheiten leidet, muss nicht verzweifeln. Bewegung kann man bei allen chronischen Erkrankungen machen. Es gilt nur anzufangen, Schritt für Schritt seine Ernährung und sein Bewegungsverhalten umzustellen und die Seßhaftigkeit einzuschränken.

Wir wissen auch seit langem: schlechte und zu viel Ernährung, läßt sich nicht durch Bewegung, Jogging, was immer man tut an körperlicher Aktivität, kompensieren.

Der Forscher Malhotra:

Wer Übergewicht hat, benötigt keine Bewegung, um Gewicht zu verlieren. Meine größte Sorge ist, daß man meint: man kann essen was man will, solange man sich körperlich bewegt. Das ist unwissenschaftlich und falsch.“

Quelle:

Malhotra A, Noakes T, Phinney S. Br J Sports Med. 2015 Apr 22. pii: bjsports-2015-094911. doi: 10.1136/bjsports-2015-094911. [Epub ahead of print] No abstract available.
PMID:25904145

Auf Bewegung zu verzichten, wäre dennoch nahezu frühes Sterben. Bewegung wirkt so vielfältig, etwa auf die Gesundheit des Herzens oder des Gehirns, dass sie unverzichtbar ist.

Jüngere Beispiele findet man etwa bei Jörg Römer:

Sport trotz Arthrose, Übergewicht und Co.: Fit sein kann jeder.

Kommentare (2) Mai 01 2015 06:05:57

Der Grossmuttereffekt

Eingetragen von admin in Allgemeines.

­In der Evolutionsbiologie wird oftmals gesagt: Wer ein Alter erreicht hat, in dem er Kinder erzeugt und erzogen hat, der hat keine biologische Funktion mehr. Er kann sterben. Die Gene der Menschen sind so im Evolutionsprozess über Tausende von Jahren entstanden. Die Gegenmeinung nennt sich Großmuttereffekt. Wer es zu einer Großmutter gebracht hat, kann immer noch die Kinder seiner Kinder oder die Kinder in anderen Familien betreuen und erziehen. Dazu muss er natürlich gesund sein, ein Mindestmaß an körperlicher und geistiger Vitalität besitzen. Die Vorteile genießen nicht nur die Kinder sondern auch deren Eltern. Sie können sich mit gleichfalls wichtigen anderen Dingen beschäftigen, insbesondere arbeiten. Und sie können stressfreier leben. Auch den Kindern wird Stress abgenommen. Und das heißt auch, sie können gesünder leben. Und wenn sie wollen, da sie gesünder sind, auch länger arbeiten. Der Großmuttereffekt wird somit zum Mutter/Vatereffekt. Viele Menschen, insbesondere Frauen, können dadurch eine Frühverrentung vermeiden, ihr Altwerden und Altsein damit problemloser erleben.

Man könnte sagen die Großmutter/der Großvater erzeugt somit Anti- Aging ­ Wirkungen.

Wie schafft man solches jedoch? Man kann sich in seiner Umwelt, seinem Bekanntenkreis umsehen, wie viele solches zustandebringen. In Mehrgenerationhäusern ist das sicher einfacher als im normalen leben, wo vor allem berufsbedingt, die Familien nicht mehr zusammen oder in der Nähe leben.

Damit die ältere Generation jedoch diese Wirkungen erzeugen kann, muss sie gesund sein. Wer wie manche, leider, im Alter 10 oder mehr Medikamente am Tag einnehmen muss oder sollen, den kann man vergessen. Mit dem Altwerden sinkt leider die Verfügbarkeit von Vitalstoffen. Oftmals werden auch Informationen verbreitet, welche die Menge und Anzahl an notwendigen Vitalstoffen unterschätzen. Teilweise bedingt durch problematische wissenschaftliche Aussagen. Nehmen wir Vitamin D, Sonnenvitamin genannt. Erstens nehmen es viel zu wenige Menschen ein, zweitens sinkt die Einnahme mit dem Altwerden, drittens sind die empfohlenen Mengen viel zu gering, teilweise um den Faktor 10. Eine jüngere Untersuchung an einer amerikanischen Universität zeigt auf: die bisherigen Empfehlungen – sie sind bis nach Europa, auch nach Deutschland ausgestrahlt – waren zu niedrig und zudem wissenschaftlich falsch ermittelt.1 Man empfahl 600 Internationale Einheiten oder IU pro Tag, bei Menschen, die älter als 70 sind, 800 IU pro Tag. Laut Aussage der Forscher müssten es jedoch 5,000 -7,000 IU sein. Auch Huffington Post ist ausführlich darauf eingegangen.2 Wer denkt: ich bin doch noch nicht alt, kann Böses erleben. Bereits bei jungen Frauen kann ein Mangel an Vitamin D zu Depressionen führen. 3Nähmen ihre Eltern Vitamin D bereits ein, würde das kaum eintreten.

Zu viel Vitamin D ist jedoch schädlich. Es gilt ein gutes Mittelmaß zu erreichen. Viele Amerikaner lassen sich ihren Vitamin D Spiegel deshalb ärztlich ermitteln.

Wer mehr über Vitamin D erfahren will, gehe auf die Website http://www.vitamindsociety.org/

Auch das Buch von Schmitt-Homm und Homm, Handbuch Anti-Aging und Prävention, 2014, enthält wertvolle Hinweise.

Es sei darauf hingewiesen: Vitamin D ist kein Adaptogen, eigentlich eher ein Hormon. Teepower hat es nicht im Angebot.

Kein Arzt verschreibt so etwas, keine Kasse zahlt. Man muss sein Anti-Aging selbst in die Hand nehmen, Länger Leidens frei zu leben, ist eines der größten Geschenke, die man sich im Leben machen kann. Wir verweisen nochmals auf die japanische Insel Okinawa. Viel Sonne dort. Die Menschen leben gesund bis in ein hohes Alter, arbeiten sogar noch wenn sie 90 und älter sind. Auch auf Sardinien lässt sich Vergleichbares beobachten. Die Menschen leben dort, wie es Dan Buettner darlegt, in einer sogenannten Blue Zone (Buettner, Blue Zones). „Lektionen länger zu leben von Menschen, die am längsten lebten.“National Geographic, 2008; auch ins Japanische übersetzt).

Jedermann, jede Familie, kann sich selbst zu einer Blue Zone machen.

Vitamin D ist kein Einzelfall, jedoch ein gravierender, da ein Mangel erhebliche Folgen für die Gesundheit hat. Ein Mangel bedeutet: durch Arzneien lässt er sich nur in Grenzen ausgleichen.

Es gibt viele alte Menschen, die es gesund bis in ein sehr hohes Alter schaffen. Aus dem Großmutter- wird ein Urgroßmuttereffekt. Den Großmuttereffekt kann im Prinzip jeder verwirklichen. Er muss jedoch in mancher Hinsicht aus der Normalität hinausgehen, sozusagen in seinem Leben innovieren, wenn er nicht schon über eine gesund erhaltende oder –machende Lebensweise verfügt.

Gwenn Weiss-Numeroff hat viele in ihrem Buch Extraordinary Centenarians in America (2013) vorgestellt.

Das folgende Bild zeigt einen kalendarisch (nicht biologisch) alten Mann, Fauja Singh. Er ist im Jahr 2012 hundert Jahre alt geworden. Er hat gerade einen Marathonlauf hinter sich gebracht. Er brauchte etwas mehr als 8 Stunden für die 42,195 km. Spitzenläufer machen es in 2 Stunden und 25 Minuten. Jeder kann sich ausrechnen, ob er selbst als 30-, 60- oder 90-Jährige(r) so etwas schaffen könnte: achtmal hintereinander 5 km pro Stunde.

Abbildung 1, Quelle: Spiegel Online

Das nächste Testphoto zeigt den Kanadier Earl Fee, 84 Jahre alt. Er hat als junger Mensch viel Sport gemacht, dann aufgehört, mit 57 Jahren wieder angefangen. Sein Ziel: 120 Jahre alt werden. Muskelmasse wie Beckenbauer in seinen besten Jahren. „Ich bin 82, aber ich fühle mich nicht sehr anders als im Alter von 32, ein sehr gutes Gefühl. Bevor ich wieder zu Laufen anfing, war ich nicht so energetisch oder lebenssprühend.“ (Quelle: CBC, 2012).

Abbildung 2, Quelle: CBC, 2012

Die dritte Illustration kommt aus Deutschland. Eine Frau macht Gymnastik, am Barren, auf dem Boden. Das Alter erkennt man bei genauen Hinschauen an den weißen Haaren. Johanna Quaas, mit 88 Jahren „die rüstigste Rentnerin der Welt.“4

Abbildung 3, Quelle: Spiegel Online

Das nächste Photo zeigt Seikichi Uehara, einen 97 Jahre alten Karatemeister von der Insel Okinawa .

Abbildung 4, Quelle: Suzuki u.a., 2011

Sind Earl Fee, Fauja Singh, Johanna Quaas, Seikichi Uehara Ausnahmefälle? Zweifelsohne, wenn man sie mit dem normalen gleichaltrigen Menschen vergleicht.

 

Kommentare (0) Apr 08 2015 07:04:11

Gehirntest

Eingetragen von admin in Allgemeines.

Die Forschung liefert selten Erkenntnisse, die sich sofort im praktischen Leben umsetzen lassen und zudem außerordentlich wertvoll sind. Die Hirnforscher haben einen einfachen und praktischen Weg vorgestellt, um die Funktionstüchtigkeit unseres Gehirns zu prüfen und zu steigern. Es ist ein Selbstdiagnosetest. Er kostet nichts, keinen Aufwand, keine Zeit. Eine Untersuchung japanischer Forscher bietet uns diese Chance.1 Er ist einfach durchzuführen und jeder kann es machen.

Wie funktioniert der Test? Man hebt ein Bein an und versucht das körperliche Gleichgewicht so lange wie möglich in dieser Position zu halten.

Nach Ansicht der Forscher sind 20 Sekunden stehen das Minimum, welches man anstreben sollte.

Was steht hinter dem Test?

Das Ungleichgewicht im Stand korreliert stark mit dem Vorhandensein von kleinen „Mikroblutungen“ im Gehirn, welche für Mikroinfarkte im Hirn verantwortlich sind. Man bezeichnet sie als „stillen Schlaganfall“. Darüber hinaus zeigt der Test auch eine Einschränkung der Gehirnfunktionen. Laut der Untersuchung müssen Menschen, die nicht in der Lage, länger als 20 Sekunden auf einem Bein zu stehen, ihre Gehirngesundheit im Auge behalten.

Wer das Gleichgewicht nicht halten kann, ist auch einer erhöhten Gefahr des Fallens ausgesetzt. In Frankreich werden ältere Menschen bereits trainiert, ihre Gleichgewichtsfähigkeit zu verbessern.2

Wichtig ist auch, was bei der Interpretation des Tests der Japaner übersehen wird. Der Test ist auch ein Training gegen das Fallen und für die Gehirngesundheit, einschließlich der Verbeugung der Gefahr von Schlaganfällen.

Von Chinesen kann man hören: Wenn Du Deine Zähne putzt, mache es auf einem Bein. Und es funktioniert. Die Chinesen nennen die Praxis den

Einbeinstand des Goldenen Hahnes“.

In einem Buch über „Chinesische Heilkunst“ lesen wir3:

Stehen auf einem Bein. Frei stehend, die beiden Arme seitlich des Brustkorps (Thorax) in Schulterhöhe gestreckt halten, mit der linken Fußsohle, fünfmal zum rechten Knie, dann die Arme herunter und das linke Bein wieder auf dem Boden.“[Der Japantest sagt: Lasse die Fußsohle am Knie so lange du kannst, mindestens 20 Sekunden, wenn du es schaffst]. Die gleiche Übung nur seitenverkehrt mit dem rechten Fuß“.

Für die beiden Autoren sind es „präventive Maßnahmen, um Balance und Koordination zu trainieren. Das Risiko im Altern zu stürzen, wird dadurch minimiert.“

Die größte Herausforderung für jemand der glaubt: Bei mir ist doch alles in Ordnung.

Die Forscher dazu: „Auch bei anscheinend gesunden Menschen konnten wir in unserer Untersuchung Instabilitäten (Ungleichgewichte) erkennen.“

Der Gehirnabbau und der Anstieg des Risikos für Schlaganfälle vollzieht sich schleichend, unmerklich. Und er beginnt früh, in jungen Jahren, im dritten Lebensjahrzehnt, wenn man nichts dagegen unternimmt.

Der Test hat somit zwei Anwendungsfelder: Gehirn (Schlaganfall) bzw. Schutz vor dem Stürzen durch das Trainieren des Gleichgewichts auf einem Bein. Beides hängt natürlich eng miteinander zusammen.

Das Allerwichtigste, was in Kommentaren oft untergeht: es geht nicht nur um einen Test. Vielmehr auch um ein

Training

von Gehirnleistung und Gleichgewicht. Nach unserer Beobachtung gilt: Für manche ist der Anfang schwer. Mit andauerndem Training wächst das Durchhaltevermögen. Das Gehirn freut sich.

Das Gehirn freut sich noch mehr und bedankt sich für ein gesundes Leben, wenn wir es auch mit Adaptogenen versorgen.

Alle Adaptogene leisten eine Verbesserung der Gehirntüchtigkeit. Insbesondere werden (etwa bei Winston & Maimes, Adaptogens) aufgeführt: Amerikanischer Ginseng, Ashwagandha, Asiatischer Ginseng, Eleuthero, Rhodiola, Schisandra. Insbesondere auch Curcumin leistet viel für das Gehirn.

Forscher und Naturärzte sagen uns: Curcumin, gewonnen aus dem Gewürz Kurkuma, ist ein „Wunder für das Gehirn“ (wer mehr wissen will: Joshua Corn, Live in the Now).

Auch Ginkgo ist nicht zu vergessen. Wie wir in früheren Blogs schon dargestellt haben: Adaptogene leisten eine Erneuerung der Gehirnzellen.

2 Christiane Perruchot, En Cote-d‘Or (gemeint die Region um Dijon), les seniors soignent leur équilibre, Le Monde, 10. Januar 2014.

3 Alexander Meng &Wolfgang Excel, Chinesische Heilkunst, Nikol-Verlag, 2008.

Kommentare (0) Jan 26 2015 03:01:32

Adaptogene in der Wissenschaft

Eingetragen von admin in Allgemeines.

Wir beschäftigen uns intensiv mit Adaptogenen, auch aus der Sicht der Wissenschaft. In der Standardliteratur für Medizin und Heilpraktiker ist wenig davon zu lesen. In den wichtigsten Wörterbüchern der Medizin kommen Adaptogene nicht vor. Die ersten wissenschaftlichen Artikel erschienen in russischer Sprache. Die Pioniere waren Nikolai Lazarew und Israel Brekhman. In der am weitesten verbreiteten Literaturdatenbank wird für das Jahr 1971 der erste Artikel aufgeführt, in russischer Sprache; der erste nicht-russische kam von Forschern aus Indien im Jahr 1988.

Die Forschung in westlichen Ländern zu Adaptogenen einschließlich Heilkräutern und Pilzen ist in einem tendenziellen Niedergang. Woran liegt das? Die Forscher benötigen Geld. Wer gibt es ihnen? Die Industrie ist daran nicht interessiert. Patente gibt es nicht in diesem Bereich. Zudem fehlt für viele Adaptogene der Erfahrungsschatz, auf den Forscher aus Ostasien, Indien und früher Rußland zurückgreifen können. Man kennt die Wirkungen, oft seit Jahrtausenden und versucht sie nun, mit modernen Methoden der Wissenschaft, zu ergründen. Adaptogene sind keine Medikamente. Nur mit diesen lässt sich gutes Geld verdienen. Die Preise sind vorgeschrieben. Die Ärzte verordnen sie.

Ganz wichtig auch: Sämtliche Adaptogene haben viele Wirkstoffe. Astragalus etwa über 100. Zudem werden immer wieder neue entdeckt, etwa die sogenannten Saponine bei Ginseng. Wie damit umgehen, in einer Wissenschaft und pharmazeutischen Praxis, die sich an one drug one target (ein Medikament, ein Wirkstoffziel) ausrichtet. Wer sich mit Adaptogenen beschäftigt, erkennt sofort die Vielzahl der Anwendungen. Welche Wirkstoffe sind für welche Wirkung verantwortlich? Das Prinzip one drug one target, nach denen Medikamente, erforscht, hergestellt und verschrieben werden, ist auf Adaptogene nicht anwendbar. Adaptogene sind keine Medikamente.

Wir geben einige Beispiele, zwei Beispiele mit Adaptogenen aus China, drei aus Indien.

Beispiel Astragalus

In China Standard seit Jahrhunderten für eine Vielzahl von Einsatzfeldern. Bei uns noch fast unbekannt. Nahezu sämtliche publizierten Forschungen aus dem Jahr 2014 in internationalen und englischsprachigen Zeitschriften, stammen von wem? Von chinesischen Forschern. Mit zwei Ausnahmen, Forscher aus Korea und Thailand. Insgesamt liegen bis jetzt über 700 Publikationen vor. Einige westliche Unternehmen haben Astragalus entdeckt, die Pflanze in ein Anti-Aging-Produkt integriert. Eine amerikanische Firma hat TA-65 entwickelt, mit einem Saponin von Astragalus als einer der Hauptkomponenten.1 Das von Astragalus verwendete Molekül ist jedoch unklar. Das Produkt wird – dem amerikanischen Beispiel folgend – gewaltig vermarktet und kostet das über Zwanzigfache eines hochwertigen Extrakts von Astragalus. Eine deutsche Firma hat einen „Spezialextrakt aus der Astragalus-Wurzel“ auf den Markt gebracht, die den Menschen zu „Frühlingslust“ verhelfen soll (mehr dürfen wir nicht nennen, Krankheitsbezug verboten). Wer die Forschung hierzu gefördert hat, wissen wir nicht.

Eine jüngere Forschung koreanischer Wissenschaftler versucht den Nachweis zu erbringen, dass Astragulus die Haut vor UV-Strahlung schützt.2 Wie lange wird es dauern, bis die Kosmetikindustrie diese Erkenntnis aufgreift?

Chinesische Forscher haben erneut nachgewiesen, wie Astragalus den Niedergang der Energieproduzenten in den Zellen, Mitochondrien genannt, aufhält oder entschleunigt und somit anti- oxidante Wirkungen entfaltet, beides Schlüsselprozesse im Anti-Aging.3 Den Saponinen in Astragalus (Astragaloside genannt), werden eine Fülle von Wirkungen zugeschrieben (alle Organe, Gehirn, Erhalt der Zellen).

Beispiel Fo-Ti ( He Shou Wu)

Populär in China seit vielen hundert Jahren. Teil der täglichen Ernährung von Li Quing Yun. Li wurde weit über 100 Jahre alt.

Von den letzten 20 Forschungsbeiträgen, sämtlich erschienen in anerkannten Zeitschriften des Westens, stammt eine von koreanischen Forschern, eine weitere aus einem in Australien ansässigen Team und die letzten 18 aus China.

Beispiel Ashwagandha

Der „indische Ginseng“ gilt das Topadaptogen des indischen Subkontinents. Von den jüngsten 20 Veröffentlichungen in englischer Sprache im Jahr 2014 kommen 18 aus Indien, einer von koreanischen und einer von chinesischen Forschern. Insgesamt wurden über 700 Beiträge publiziert. Seit bekannt wurde – in Indien seit 4000 Jahren – dass Aswagandha die die körperliche Leistungsfähigkeit und Ausdauer für Sportler steigert und die sexuelle Potenz in Frauen und Männern erhöht, genießt es zunehmend Anerkennung bei Nachfragern vor allem in den USA. Die Wirkungsvielfalt ist jedoch enorm.

Beispiel Tulsi/Holy Basil/Ocinum sanctum

Tulsi wird seit langen Zeiten in der indischen Ayurveda verwendet. Die Einsatzwirkungen sind vielfältig. Der Betreiber der größten amerikanischen Website für Gesundheit, Joseph Mercola, hat kürzlich, und wie er zugibt viel zu spät, die Wirkungsvielfalt von Tulsi entdeckt, führt jedoch keine wissenschaftliche Quelle an. 4

Woher kommen die wissenschaftlichen Belege? Die jüngsten 20 wissenschaftlichen Aufsätze: ausschließlich von Indern geschrieben.

Wer die Wissenschaft zu Tulsi liest – das gleiche gilt für andere Adaptogene – mag sich fragen: wie konnte ich solange ohne Tulsi leben. So brutal wie die Amerikaner im Marketing sind: Werfe Kaffee raus, nehme Tulsi. Schreibt Mercola.

Beispiel Curcumin

Curcumin ist der Extrakt aus dem Gewürz Kurkuma (Curcuma longa), im menschlichen Gebrauch seit 6000 Jahren. Die Forschung explodiert. Über 7000 Veröffentlichungen. Fast täglich neue Anwendungsfelder. Jüngst wurde nachgewiesen, wie Curcumin, selbst ohne Nebenwirkungen, den Körper vor Schwermetallen schützt. In einer Quelle werden für Kurkuma/Curmin 600 Anwendungsfelder behauptet. „Sechshundert Gründe warum Kurkuma der Welt wichtigste Heilpflanze ist.“5 Auf 160 verschiedenen Wegen entfaltet Curcumin seine Wirkungen in Körper und Gehirn. Wer mehr erfahren will, kann sich bei Green Medinfo informieren. Wir haben in unserem Blog auch mehrfach über Curcumin berichtet. Auf Grund der immensen Wirkungsvielfalt gibt es Versuche, bestimmte Anwendungsfelder patentieren zu lassen und aus Curcumin ein Medikament zu machen. Bisher gescheitert, zum Wohl der Nachfrager.

Wer macht die Forschung? Früher ausschließlich in Indien, in jüngerer Zeit haben sich Chinesen zugeschaltet (auch weil Curcumin in China immer bekannter und mit Produkten der Traditionellen Chinesischen Medizin kombiniert wird) und gelegentlich Forscher aus Brasilien.

Was können wir aus Erfahrungen lernen?

Chinesische, koreanische, japanische, zunehmend indische Forscher arbeiten auf dem letzten Stand der Wissenschaft. Die Welt verändert sich rapide, auch in dem Bereich, auf den wir uns spezialisieren. Das gilt auch für die Hersteller. Was chinesische Unternehmen hier investieren, auch an medizinischen Geräten bei der Herstellung und Qualitätskontrolle, kann sich kein deutsches Unternehmen mehr leisten. Zunehmend gilt das nach unserer Beobachtung auch für indische Firmen. Der große Vorteil: die Unternehmen haben die gesamte Kette von Anpflanzung bis zur Herstellung unter Kontrolle.

Warum ist die Verschiebung der Forschung nach Ostasien und Indien ein Problem? Weil die Behörden in den westlichen Ländern von Fachleuten beraten werden, welche, folgt man den Veröffentlichungen, selbst wenig „adaptogene“ Forschung betreiben, wenig auch eigene Erfahrungen damit gemacht haben und wenn sie es tun, mit Kriterien und Methoden arbeiten, welche der Komplexität und der Wirkstoffvielfalt der untersuchten Naturprodukte nicht immer gerecht wird. Vermögen sie relevante Empfehlungen zu geben? Haben sie selbst Erfahrungen mit den Wirkstoffkomplexen, zu denen sie sich äußern? Gleiches gilt für Medien und andere Gruppen.

Wer von ihnen hat jemals He shou wu oder Astragalus oder Shilazit oder Tulsi usw. eingenommen? Werden chinesische Wissenschaftler von der Federal Drug Administration oder den zuständigen EU-Behörden um Rat gebeten?

Warum sind Erfahrungen so wichtig?

  1. (1) Sie reichen viele viele Jahre zurück, teilweise Tausende, bei Kurkuma/Curcumin 6000 Jahre. Wenn die Wirkstoffkomplexe nichts taugen würden, krank machten, Nebenwirkungen erzeugten, hätte man sie längst verabschiedet. Kein Scheineffekt (Placebo) überlebt Hunderte von Jahren. Und selbst wenn, es gibt Medikamente die wünschen sich die gleiche Wirksamkeit wie ein Placebo.

  2. (2) Die hohe Komplexität der Pflanzen und Pilze macht ihre detaillierte Untersuchung im Hinblick auf gezielte Wirkstoffe schwierig. Auch in der heutigen Welt kommt man um ein Bauchgefühl oft nicht herum. Der Bauch ist das zweite Gehirn der Menschen, so viele Nervenzellen enthaltend wie das Gehirn im Kopf. Baucherfahrungen sind aber auch wichtig, weil sie den Menschen sagen, ob etwas was sie einnehmen gut funktioniert oder nicht.

  3. (3) Erfahrungsbasierte Verfahren finden vor allem dann Anwendung, wenn keine Objektivierung über Zahlen möglich ist. Bei Adaptogenen mit ihren vielen Wirkstoffen und Wirkungen ist dass aber oftmals der Fall und war früher die Regel. Deswegen kamen in Ostasien und Russland Verfahren zur Anwendung, die solches anerkannt haben.

Warum also auf Erfahrungen verzichten, die oft Jahrhunderte zurückreichen, zeitweise bis in die Steinzeit vor 5000 und mehr Jahren und erst in allerjüngster Zeit mit modernen Forschungsmethoden einer Prüfung unterzogen werden können. Die von den Behörden verwendeten oder zugrunde gelegten Forschungsmethoden sind zudem generell und spezifisch zu Adaptogenen mit ihrem vielfältigen Wirkungsspektrum der Kritik gerade auch westlicher Forscher ausgesetzt.

Zwei Beispiele:

Was sind die Erfahrungen von Leistungssportlern mit Adaptogenen? Spitzensportler, Profis oder Amateure, nutzen sog. Nahrungsergänzungsmittel in großem Umfang. Auch ihre Vereine empfehlen sie. 70 Prozent der Sportler sagen, dass sie Supplemente selbst einnehmen, bei 85 % beobachten sie die Einnahme in der eigenen Sportart. Ärzte empfehlen Supplemente aber nur zu 11 Prozent.6 Über den Anteil der Adaptogene an den Supplementen wird jedoch nicht berichtet. Was Gesünderes und Wirkungsvolleres als ein Adaptogen kann ein Sportler (Profi, Amateur, Normalmensch) kaum zu sich nehmen.

Der alpine Tourismus boomt. Menschen müssen 100,000 Dollar ausgeben, um auf den Mount Everest zu steigen. Dauerstreit mit den Sherpas (im übrigen Konsumten von Adaptogenen wie Shilazit). Vielfältige Probleme für Körper und Gehirn. Wer über 3500 Meter hinaufsteigt, muss mit neurologischen Störungen rechnen, 70 Prozent der Alpinisten sind davon betroffen.7 Was empfehlen französische Ärzte? Viagra und Prozac, also Potenzmittel. Ob sie im Gebirge wirken, weiss man nicht. Bekannt ist aber die Wirkung von Adaptogenen wie Rhodiola und Shilazit. Wer kennt sie? Man frage die Sherpas.

Über die Erfahrungen unserer Kunden berichten wir nicht. Vollständiger Datenschutz.

Den Lesern sei versichert: Wir werten bei Teepower die neuere Literatur ständig aus. Jede Woche zwischen 80 bis 140 Artikel, viele mit adaptogenem Bezug.

Teepower ist nicht verantwortlich für die Inhalte externer Internetseiten.

Die angesprochenen Produkte dienen weder der Diagnose, der Prävention, der Therapie noch der Heilung.

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1 Siehe unseren Blog „Macht Astragalus uns zu Methusalem?“

2 Hong MJ, Ko EB, Park SK, Chang MS,J Pharm Pharmacol. 2013, 65(1):142-8.

3 XT Li u.a.: Mitochondrial protection and anti-aging activity of astragalus polysaccharides and their potential mechanism, Int J Mol Science, 2012, 13 (2): 1747-61.

4 Bei Google Mercola.com und Tulsi eingeben.

5 Sayer Yi, Green Medinfo, 10. Juli 2013.

6 Kim-Kristin Gerbing u.a.: Die Nutzung von Komplementär und Alternativmedizin im Spitzensport, Deutsche Zeitschrift für Sportmedizin, 64.

7 Viviane Thivent, Mal des montagnes: recherches aus sommet (Bergkrankheiten: Forschungen am Gipfel), Le Monde, 8. Mai 2013.

Kommentare (0) Dez 27 2014 02:12:26

Curcumin, Entschleunigung des Alterns und Stressbeherrschung

Eingetragen von admin in Allgemeines.

Besuchen wir die Insel Okinawa in Japan. Was gibt es dort zu sehen? Auf der Insel leben nirgendwo mehr gesunde alte Menschen (90- oder 100-Jährige pro 10,000 Einwohner). Die Okinawaner haben fast keine Krankheiten des Lebensstils.1 Ihre Gehirne funktionieren nahezu perfekt. Mit 90 gehen Männer noch auf die Felder, um Futter für ihre Kühe zu sammeln.

Warum ist das so? Was können wir von ihnen lernen? Ernährung spielt eine Rolle, viel Bewegung, soziale Kontakte. Und was uns besonders interessiert sog. Supplemente, Nahrungsergänzungsmittel, vor allem Gewürze. Im Mittelpunkt steht dabei für sie das Gewürz Kurkuma. Sie bauen es selbst an oder importieren es aus Indien. Aus diesem Gewürz lässt sich ein Extrakt gewinnen, Curcumin. Kurkama lässt sich überall kaufen. Es ist in Curry enthalten. Der Nachteil: die Dauer der Wirkung ist schnell vorüber. In Indien isst man Kurkuma daher morgens, mittags, abends. Der Ausweg ist der Extrakt, dessen Wirkung noch verstärkt wird, um bis zu 2,000 Prozent, wenn man es mit dem Extrakt Piperine verbindet, ein Extrakt aus dem schwarzen Pfeffergewürz. Ergebnis ist also ein Supplement, welches die wirksamsten Wirkstoffe von zwei Gewürzen synergetisch verknüpft: Kurkuma und Pfeffer.

Wir müssen zugeben: Wir haben Wirkkraft von Curcumin unterschätzt. Anderen geht es aber genauso.

Die indischen Praktiker des Ayurveda kennen es seit vielen hundert Jahren, bei uns, im „Westen“, ist es noch weitgehend unbekannt. Wer googelt findet natürlich genug darüber, aber auf die Idee, nach Curcumin zu googeln, muss man erst einmal kommen. Vor allem wird jedoch ein Zugang zu wissenschaftlichen Quellen gebraucht um sich ein eigenes Urteil zu bilden.

Wir wollen im heutigen Beitrag und weiteren Berichten zu Curcumin, Aussagen vorstellen, die uns aus den USA zugegangen sind. Wir hatten früher bereits berichtet, daß wegen der Wirkkraft von Curcumin, zahlreiche Versuche in den Vereinigten Staaten unternommen werden, bestimmte Auszüge von Curcumin, patentieren zu lassen. Curcumin ist keine Arznei. Sonst könnten wir auch Zwiebeln, Ingwer, rote Trauben, Granatapfel, Äpfel, Broccoli usw. als Medikamente bezeichnen. Curcumin ist eben eine Superwurzel, ein Produkt der natürlichen Evolution. Die Menschen nutzten es, mussten es tun, um unter harten natürlichen Bedingungen zu überleben und sich fortzupflanzen. Curcumin war und ist für sie ein Mittel, mit dem Stress des Lebens besser zurecht zukommen. Die Chinesen sehen das genauso. Auch dort ist Kurkuma und Curcumin ein Alltagsprodukt. Mit dem Anstieg des Lebensstreß durch die extrem rasche Modernisierung dieser Länder wird die Bedeutung von Curcumin weiter zunehmen.

In Fragen & Antworten gehen wir ausführlich auf Curcumin ein, müssen den Text allerdings ändern, nicht weil er falsch ist, sondern weil neuere Entwicklungen zu integrieren sind.

Im Mittelpunkt unseres heutigen Blogs steht Al Sears. In einem weiteren Beitrag gehen wir auf die Aussagen von Joseph Mercola und anderen ein.

Al Sears ist ein amerikanischer Arzt. Er ist Spezialist des Anti-Aging und behauptet von sich: „Ich bin 60, mein Körper funktioniert wie im Alter von 30. Ich fühle mich lebendiger, energetischer und glücklicher als jemals in meinem Leben.“2

Vor kurzem besuchte er die indonesische Insel Bali, für viele ein Urlaubsparadies, und die Internationale Gemeinschaft wählt die Insel aus nachvollziehbaren Gründen, dort Tagungen abzuhalten. Auch für viele Balinesen ist Kurkuma Teil der täglichen Ernährung. Warum? Die Religion der Balinesen ist eine Mischung von Hinduismus und Buddhismus, also indischer Herkunft. Mit der Religion kamen auch Ernährungstraditionen. Al Sears hat dort Erfahrungen mit Kurkuma gemacht und in mehreren Beiträgen dann ausgewertet. Ihn interessiert vor allem, wie Curcumin die Funktionsweise des Gehirns beeinflusst.

Eine von ihm angeführte Untersuchung kommt aus Japan. Drei Forscher aus der neurologischen Abteilung des Kariya Krankenhauses in Tokio berichten von der Wirkung von Curcumin auf das Gehirn. Sie waren überrascht von der Steigerung der Leistungsfähigkeit des Gehirns der untersuchten Personen, nachdem sie Kurkuma in Kapselform für 12 Wochen eingenommen hatten.3

Die Gehirnstimulierung durch Curcumin steht im Mittelpunkt vieler Forschungen. Sears nennt weitere Einsatzfelder, die er auf die starke Antioxydationskraft und die entzündungshemmende Wirkung von Curcumin zurückführt. Der „Blutfluss im gesamten Körper wird verbessert“. Dies hat Einfluss auf viele Körperfunktionen, vom Blutdruck bis zur sexuellen Leistung.4 Die traditionellen Heiler auf Bali wussten davon. Reiche Indonesier besuchen die Insel um die Defizite ihrer Lebensweise zu mildern. Sears führt wissenschaftliche Untersuchungen an, um seine Überlegungen zu untermauern.5 Auch die Verbesserung ihrer sexuellen Leistungskraft ist ein Motiv. Untersuchungen zeigen, wie Curcumin das bewirkt und es ist ein wesentlicher Grund, warum Curcumin im Markt für sexuelle Stimulierung insbesondere für Männer und Frauen in der Menopause (meist zwischen dem 47. und 53. Lebensjahr) Fuß fasst. In der Phase nach der Menopause, sagt Sears, bringt der verbesserte Blutfluss den Frauen eine Verbesserung ihrer Vitalität.6

Um auf die Gehirnförderung zurückzukommen. Mancher mag sagen: Wozu brauche ich Curcumin oder andere Naturprodukte wie Ginseng oder Ginkgo, ich habe doch meine Videospiele, ältere sagen auch: Kreuzworträtsel. Wer sich über die Wirksamkeit dieser informieren möchte, lese den Text im Link der Fußnote.7

Einnahmeempfehlung von Sears: „Curcumin ist der hauptsächliche Wirkungsbestandteil der Wurzel von Kurkuma. Suche daher ein Produkt, das mindestens eine Konzentration von 90% Curcuminoiden aufweist. Um die Wirkung noch weiter zu steigern, wähle ein Supplement, welches Piperine enthält, einen Extrakt von schwarzem Pfeffer, welches die Fähigkeit des Körpers, Curcumin aufzunehmen und zu verarbeiten, beträchtlich steigert.“

Wir gehen einen Schritt weiter: Curcumin plus Piperin erhöht auch die Aufnahmefähigkeit andere Naturwirkstoffe, etwa Ginkgo, Quercetin, Shilazit und andere. Auch hier gilt das Prinzip der Synergie, sich gegenseitig fördern. Aristoteles „Das Ganze ist mehr als die Summe seiner Teile.“

1 A. Goto u.a., Association of health behavior and social role with total mortality among Japanese elders in Okinawa, Japan, Aging Clin Exp Res, 2003, 15(6).

2 Al Sears, Shocker from my latest telomere test, Doctor’s house call, 25. Februar 2014.

3 N. Hishikawa u.a., Effects of turmeric on with behavioral and psychological symptoms, Ayu, 2012, 33(4).

4 Andrologia, 25. Juli, 2014.

5 Nitric Oxide, 2014, S 1089-8603 (14); Current Pharm Des, 2013, 19(11).

6 Nutr Res, 2012, 32 (10): 795-9.

7 Sciencemag – Brain Game Hype

Kommentare (1) Nov 12 2014 02:11:23